Aktuelle Projektgebiete
Lernen Sie unsere Projektregionen kennen
Die nördlichen Projektgebiete
Die Menschen, die in kleinen Dörfern in dieser Region leben, sind arm. Es regnet selten, der Boden ist trocken und karg und der Waldbestand ist stark zurückgegangen. Holz wird vor allem zum Kochen und zum Bauen von Häusern benötigt, doch von dem ehemaligen Wald ist kaum noch etwas zu sehen. Wiederaufforstung haben die Menschen hier nie gelernt. Durch den Mangel an Bäumen verliert der Boden an Schutz. Die Folgen sind dramatisch: Regnet es in dieser trockenen Region, kann der Boden das Wasser nicht aufnehmen und es entstehen verheerende Überschwemmungen. Dabei wird die oberste, fruchtbarste Erdschicht hinweggespült und der Boden wird noch ertragloser.
Die Menschen leiden stark unter dem Wassermangel. So ist die Augenkrankheit Trachom aufgrund mangelnder Hygiene stark verbreitet. Bakterien lassen die Augenlider nach innen klappen, sodass die Wimpern auf der Hornhaut scheuern. Dies führt zu starken Schmerzen und sogar zu Erblindung der Betroffenen.
Doch das Potenzial ist groß! Neue Brunnen, Schulungen in verbesserten Anbaumethoden, Wiederaufforstung und holzsparende Öfen verbessern Stück für Stück die Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region. Ganzjährig wasserführende Flüsse ermöglichen bewässerten Gemüseanbau und neue Schulen geben den Kindern die Möglichkeit, eine solide Bildung zu erhalten.
Die westlichen Projektgebiete
Zudem trinken die Familien mit Krankheitserregern verschmutztes Wasser. Sie schöpfen es aus den ungeschützten Wasserlöchern, aus denen ebenso das Vieh trinkt. Durchfall und Magenprobleme sind die Folge. Menschen für Menschen baut eingezäunte Brunnen, aus denen die Kinder und Frauen sauberes Trinkwasser schöpfen können. Wasser holen ist in Äthiopien traditionell Aufgabe der Frauen.
Um das Einkommen der Familien zu verbessern und für schlechte Zeiten vorzubereiten – wie aktuell der ausbleibende Regen in Äthiopien – bieten wir beispielsweise Imker-Kurse an. Die vorherigen Methoden lieferten einen geringen Ertrag und waren zudem für die Bauern aufgrund der vielen Stiche lebensgefährlich. Moderne Bienenstöcke verbessern die Qualität und Quantität des Honigs und die Menschen werden nicht mehr so oft gestochen.
Zudem setzen wir Maßnahmen in den Bereichen Bildung und Gesundheit um. So bauen wir neue Schulen, führen Impfkampagnen und Trichiasis-Operationen durch.
Die nord-westlichen Projektgebiete
Zwar gab es in der Vergangenheit immer wieder Bestrebungen das Land aufzuforsten, doch fehlte es der Bevölkerung am nötigen Wissen, die Maßnahmen umzusetzen. Zudem mangelte es an Baumsetzlingen, die dafür in großer Anzahl benötigt werden.
Die südlichen Projektgebiete
Während sich das Gebiet Boreda auf 464 Quadratkilometern über ein Hochplateau sowie einige tiefer gelegene Flächen am Rande des Abayasees erstreckt, breitet sich das nur wenige Kilometer nordwestlich von Boreda gelegene Kawo Koysha etwas abseits des Gewässers auf durchschnittlich 2.450 Meter Höhe aus. In der Verwaltungszone Gofa wechseln sich Ebenen auf einer Höhe von etwa 500 Metern Höhe mit hügeligen Landschaften ab bis hin zu Bergregionen, die 3.400 Metern erreichen.
Die meisten der Einwohnerinnen und Einwohner der Gebiete leben hauptsächlich von Ackerbau und Viehzucht. Doch die Ernten fallen sehr spärlich aus und die Familien können sich häufig nur mangelhaft ernähren. Über die nächsten Jahre wollen wir gemeinsam mit den Menschen dort ihre Landwirtschaft effizienter gestalten und außerdem Brunnen, Wasserstellen sowie Schulen bauen. Durch die Gründung von Kleinstunternehmen unterstützen wir Frauen und junge Erwachsene dabei, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften.