Wasser für Kedo
Zwar schöpften sie ihr Wasser unweit des Dorfes, doch die natürliche Quelle versiegte regelmäßig. „Oft musste ich lange warten, bis ich meine Kanister füllen konnte“, erinnert sich Ule Uta, die gemeinsam mit ihrem Mann und den sieben Kindern in Kedo lebt. „Besonders, wenn viele Nachbarinnen vor mir da waren.“ Im vergangenen äthiopischen Sommer, zwischen Oktober und Februar, war die Situation besonders angespannt: Tagelang war das Wasserloch nicht mehr als eine dreckige Pfütze oder lag sogar komplett trocken. Ule und den anderen Frauen blieb nichts anderes übrig, als ihr Wasser an einem weit entfernten Brunnen zu schöpfen, den die Regierung vor einigen Jahren errichtet hatte. „Hin und zurück waren wir mehr als eineinhalb Stunden unterwegs“, erzählt Ule.
Neue Quellfassung für das Dorf Kedo
Gesund dank sauberem Wasser
Gemeinsam für sauberes Wasser
Mit sauberem Trinkwasser verbessert sich nicht nur die Gesundheit der Dorfbewohnerinnen und -bewohner, auch das Gesundheitssystem wird weniger belastet. Frauen, die keine langen Strecken zum Wasserholen zurücklegen müssen, sparen viel Zeit, die sie stattdessen auf dem Feld oder für das Erwirtschaften eines eigenen Einkommens nutzen können.