Schwerpunkte unserer Arbeit

Integrierte ländliche Entwicklung

Ob Landwirtschaft, Wasser- oder Gesundheitsversorgung, Bildung oder die Stärkung der Einkommen der Menschen in Äthiopien – die Früchte unserer Hilfe sollen auch ohne unser Zutun weiter wachsen und gedeihen. Die integrierte Projektarbeit und die Mitarbeit der Bevölkerung machen die Hilfe nachhaltig. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort gehen wir in ausgewählten Projektregionen die für eine nachhaltige Entwicklung nötigen Maßnahmen in den fünf Schwerpunktbereichen an und verzahnen sie miteinander. Informieren Sie sich hier über unsere Aktivitäten in den einzelnen Schwerpunkten.

Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung

Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung

Über 70 Prozent der Menschen in Äthiopien leben von der Landwirtschaft. Doch was Felder und Vieh einbringen, reicht oft kaum aus, um die eigene Familie zu ernähren. Wir unterstützen die Bauernfamilien dabei, Ackerbau und Viehwirtschaft zu optimieren. Dazu stellen wir Hilfsmittel wie besseres Saatgut, einfache Bewässerungsanlagen oder Hühner, die mehr Eier legen, bereit. Zudem bringen wir gemeinsam mit den Bauern und Bäuerinnen Projekte voran, die Erosionen und ein Auslaugen der Böden verhindern. So werden die natürlichen Ressourcen geschützt und der Ackerbau kann nachhaltig gesichert werden.

Wasser und Hygiene

Trinkwassermangel ist im ländlichen Äthiopien für vier von zehn Menschen Alltag. Brunnen sind rar, ungefasste Quellen und Wasserlöcher oft stark mit Krankheitserregern verschmutzt. Viele Menschen, zumeist aber Mädchen und Frauen, laufen mehrere Stunden bis zur nächsten Wasserstelle. Gemeinsam mit der Bevölkerung bauen wir deshalb an zentral zugänglichen Orten Handpumpbrunnen, Quellfas­sungen, Auffangbecken für Regenwasser oder ganze Wasserversorgungssysteme. Die Anlagen werden von Gemeindemit­gliedern sauber gehalten und gereinigt.

Bildung

Noch immer können fünf von zehn Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Äthiopien weder lesen noch schreiben. Oft gibt es in ihrer Nähe kein Schulgebäude. Und wenn doch, dann ist es nicht viel mehr als ein Bretterverschlag, gebaut aus Holz und Lehm. Oft haben die Kin­der auch keine Zeit, in die Schule zu gehen, weil sie den Eltern bei der Arbeit auf dem Hof und im Feld helfen müssen. Unsere Maßnahmen im Bildungsbereich sind vielfältig und umfassen alle Alterstufen: Sie reichen vom Schulneubau und der Ausstattung mit Möbeln und Lehrmaterialien über den Bau von Berufsschulen (TVETs) bis hin zur Erwachsenenbildung.

Gesundheit

Für die ländliche Bevölkerung Äthiopiens gehören Durchfallerkrankungen, Malaria, Parasiten und Infektionen zu den größten Gesundheitsproblemen. Die Lebenserwartung liegt bei nur 63 Jahren – etwa 20 Jahre weniger als in Europa. Jedes 20-ste Kind stirbt noch vor seinem fünften Geburtstag. Menschen für Menschen stattet Gesundheitsstationen gegen die medizinische Unterversorgung aus, führt Weiterbildungen des Pflegepersonals durch und initiiert Aufklärungskampagnen zur Gesundheits­förderung.

Gesellschaftliche Entwicklung und Einkommen

Über 70 Prozent der Menschen in Äthiopien leben vom Ackerbau – meist von der Hand in den Mund. Das vorhandene Ackerland reicht längst nicht mehr für alle. Es fehlt an Alternativen für ein sicheres Einkommen. Viele sehen sich gezwungen, ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Menschen für Menschen bekämpft Fluchtursachen, indem wir den Bauernfamilien Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Handwerkskurse und Mikrokredite eröffnen neue Chancen, ermöglichen ein zusätzliches Einkommen und sichern die Existenz vieler Familien.

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