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Der heißeste Ort der Welt: Die Danakil-Senke

17
Okt 2019

Reise

Heiß, Heißer, Danakil-Senke. Die 10.000 Quadratkilometer große Fläche sinkt immer weiter ab, gleichzeitig wird die Erdkruste immer dünner – deswegen ist hier der heißeste Ort der Welt. Tektonische Bewegungen sorgen außerdem für diverse Naturschauspiele.

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Ihnen ist der europäische Sommer noch nicht warm genug? Dann ist ein Besuch in der Danakil-Senke in Äthiopien genau richtig! Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 35,6° Celsius ist sie nämlich der heißeste Ort der Welt – vereinzelt wurden schon Temperaturen von bis zu 60° Celsius gemessen. Seit 30 Millionen Jahren driften hier die Erdplatten auseinander. Aufgrund dieser tektonischen Bewegungen wird die Erdkruste immer dünner und sinkt ein, weite Teile des Gebiets liegen schon jetzt 125 Meter unter dem Meeresspiegel.

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Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 35,6° Celsius ist die Danakil-Senke der heißeste Ort der Welt – vereinzelt wurden sogar Temperaturen von bis zu 60° Celsius gemessen.
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Diese Umstände haben dem 10.000 Quadratkilometer großen Areal den Beinamen “unwirtlichster Ort auf unserem Erdball” eingebracht, obwohl es eigentlich eine richtige Schatzkiste ist. Wie das zusammen geht? In der Senke gibt es ein großes Vorkommen an “weißem Gold”: Salz.

Es stellt die Lebensgrundlage für viele Stammesmitglieder des nomadischen Volks der Afar dar. Früh am Morgen ziehen sie mit ihren Kamelen und Werkzeugen los, um dort Salzplatten aus dem Boden zu kratzen und anschließend auf Märkten zu verkaufen. Ein Bild, das angesichts der zahlreichen Touristen, die mit dem Jeep durch die Salzwüste touren, sehr paradox anmutet.

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Vulkan Erta Ale in der Danakil-Senke: Es funkelt oben und unten

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Ein weiteres Naturspektakel der Danakil-Senke ist der 80 Kilometer entfernte Vulkan Erta Ale. Dieser sogenannte Schildvulkan ist einer von weltweit sechs Vulkanen, in deren Krater sich ein Lavasee befindet. Mit stolzen 613 Metern ragt er aus der Senke hervor. Touren dort hinauf werden bevorzugt in der “kühlen” Nacht und nur mit fachkundiger Führung gemacht.

Nach dem schweißtreibenden Aufstieg blickt man von oben auf einen glühenden See, aus dem von Zeit zu Zeit Lavafunken in die Höhe schießen – ein atemberaubender Anblick! Auch der Blick gen Himmel lohnt sich, denn hier präsentiert sich der Sternenhimmel in seiner vollen Pracht.

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Glühende Lavafunken des Vulkans Ertale Foto: lany via Wikimedia Commons

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Farbenspiele in der Pfanne von Dallol

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Viele dieser Abenteuertouristen machen sich auf den Weg zur sogenannten Pfanne von Dallol. Diese skurrile Erscheinung ist ein Überbleibsel einer Explosion des gleichnamigen Vulkans aus dem Jahre 1926 und ragt etwa 30 Meter aus einer Salzwüste heraus. Der etwa vier Quadratkilometer große Krater hat sich seither ruhig verhalten. Seine seismische Aktivität erkennt man jedoch an den vielen heißen Wasserquellen, die die farbenfrohen, blubbernden Schwefelseen füllen.

Farbenfroh? Schwefelseen? Ja, richtig gelesen. Um die Erdoberschicht zu erreichen, muss das heiße Wasser erst verschieden dicke Gesteinsschichten durchdringen. Bei dieser “Reise” werden unter anderem Schwefel, Eisen und Salz gelöst und nach oben befördert. Durch diese “Reisebegleiter” entstehen an der Oberfläche Ablagerungen in Gelb-, Rot-, und Weißtönen. Das Geothermalgebiet präsentiert damit ein surreales Farbspektakel, das einem Animationsfilm entsprungen sein könnte.

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Farbspektakel in der Pfanne von Dallol Foto: Rolf Cosar via Wikimedia Commons

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Klingt alles in allem doch recht einladend, dieser “unwirtlichste Ort der Welt”. Oder? Falls Sie mit dem Gedanken spielen, der Danakil-Senke einen Besuch abzustatten, beachten Sie bitte jedoch auch die Sicherheitshinweise des Deutschen Auswärtigen Amtes.

(Titelfoto: Ji-Elle, via Wikimedia Commons)

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