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Menschen für Menschen nimmt Arbeit in neuen Projektgebieten auf

Es gibt viel zu tun in Nono Benja und Illu Gelan
02.07.2020
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In jedem Ende liegt ein neuer Anfang. Nach dem Rückzug aus den westlichen Projektregionen Dale Wabera, Sedi Chanka und Gawo Kebe hat die Stiftung Menschen für Menschen die Arbeit in den neuen Projektregionen Illu Gelan und Nono Benja aufgenommen. In den beiden Woredas (Bezirke) im Regionalstaat Oromia führt die Stiftung integrierte ländliche Entwicklungsprojekte nach dem seit 39 Jahren bewährten Prinzip durch, zunächst in einem mit den Behörden auf drei Jahre vereinbarten Vertrag.

Illa Gelan mit seinem Hauptort Ijaji liegt rund 200 Kilometer westlich von Addis Abeba in der West Shoa Zone, Nono Benja mit dem Hauptort Alga etwa 275 Kilometer süd-westlich der Hauptstadt in der Jimma Zone. Beide Projekte grenzen an die Region Dano, in der Menschen für Menschen bereits seit 2013 aktiv ist.

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Knapp 200.000 Menschen in den neuen Projektgebieten sollen in den kommenden Jahren von integrierten Entwicklungsmaßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft, WaSH, Bildung, Gesundheit und Einkommen profitieren.

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Maßnahmen in allen Bereichen

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Die bisherigen Lebensbedingungen sind in beiden Bezirken ähnlich schlecht. Die Bevölkerung lebt vornehmlich von Landwirtschaft und Viehzucht, doch die Böden sind durch Abholzung und Überweidung stark erodiert und ausgelaugt. Für die Feldarbeiten verwenden die Bauern zudem veraltetes Gerät, ertragsarmes Saatgut und überholte Techniken.

Die meisten Schulgebäude sind aus Holz und Lehm gebaut und in sehr schlechtem Zustand, medizinische Behandlungsmöglichkeiten sind in den vorhandenen, schlecht ausgestatteten Einrichtungen begrenzt. Frauen sind sozial und wirtschaftlich stark benachteiligt und haben kaum eigene Einkommensmöglichkeiten. Die Maßnahmen von Menschen für Menschen setzen in all diesen Bereichen an.

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Zugang zu Trinkwasser verbessern

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Besonders prekär ist die Situation bei der Verfügbarkeit von Wasser. Lediglich etwa jeder Dritte hat in Nono Benja Zugang zu sauberem Trinkwasser, in Illu Gelan sogar nur einer von fünf Menschen. Magen- und Darmerkrankungen sind die Folge, auch vor dem Coronavirus kann sich die Bevölkerung nicht ausreichend schützen. Noch in diesem Jahr ist in den beiden Woredas unter anderem der Bau von fünf Quellfassungen, vier Flachbrunnen und zwei Handpumpbrunnnen samt begleitender Maßnahmen geplant.

Das vorzeitige Ende der Projekte in Dale Wabera, Sedi Chanka und Gawo Kebe war Ende letzten Jahres aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Unruhen im Westen Äthiopiens unausweichlich geworden. Aufgrund der labilen Sicherheitslage konnte die Stiftung den Einsatz der Mitarbeiter vor Ort nicht mehr verantworten. Die der Regionalverwaltung von Oromia bereits zugesagten finanziellen Mittel für das Jahr 2020 fließen nun direkt in die neuen Projektgebiete Illu Gelan und Nono Benja.

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Die Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ist eine öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. Sie wird beim Finanzamt München unter der Steuernummer 143/235/72144 geführt und wurde zuletzt mit Bescheid vom 11. Juni 2018 wegen Förderung steuerbegünstigter Zwecke von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit und somit als gemeinnützige Organisation anerkannt.