Kind an einem Brunnen mit Pumpe in unserem Projektgebiet Wogdi

Wasser und Hygiene

Gesicherte Wasserversorgung

Trinkwassermangel ist im ländlichen Äthiopien für acht von zehn Menschen Alltag. Brunnen sind rar und ungefasste Quellen und Wasserlöcher oft stark mit Krankheitserregern verschmutzt. Mangelversorgung und lebensbedrohliche Krankheiten sind die Folge. Zumeist Mädchen und Frauen laufen oft mehrere Stunden bis zur nächsten Wasserstelle – und mit den schweren Kanistern wieder heimwärts.

Gemeinsam mit der Bevölkerung bauen wir an zentral zugänglichen Orten Handpumpbrunnen, Quellfas­sungen, Auffangbecken für Regenwasser oder ganze Wasserversorgungssysteme. Die Anlagen werden von Gemeindemit­gliedern sauber gehalten und gereinigt. Auch Bewusstseinsbildung und Trainings zur Wartung und Pflege tragen dazu bei, die Nachhaltigkeit der Wasser- und Hygieneprojekte zu sichern. In der Landwirtschaft sind die Bauern von unzuverlässigen Regenfällen abhängig. Fällt eine Regenzeit zu kurz aus, kann das zu Ernteausfällen führen. Traditionelle Bewässerungsmethoden führen außerdem zur Abschwemmung fruchtbaren Bodens.

Die Frau von Modellbauer Elias Kadir aus dem Dorf Oborsa im Projektgebiet Dano ist dankbar für den neu gebauten Brunnen.

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DEN DURST LÖSCHEN, DIE ERNÄHRUNG SICHERN

„Seit wir sauberes Wasser haben, kann ich besser arbeiten, weil mich keine Magenbeschwerden mehr schwächen. Und vor allem ist meine Tochter viel seltener krank.“
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Verantwortung bei den Menschen

Durch den Bau von Brunnen und Quellfassungen schaffen wir Zugang zu sauberem, gesundem Trinkwasser. Wie in anderen Bereichen auch, ist die Bevölkerung von Beginn an in das Projekt eingebunden. Die Entscheidung, wo ein Brunnen oder eine Quellfassung gebaut wird, hängt am Ende nicht nur vom Bedarf in der Region und dem Wasservorkommen ab, sondern auch davon, ob die Menschen selbst für dieses Projekt die Verantwortung übernehmen.

Über 2.100 Wasserstellen (Pumpbrunnen und Quellfassungen) hat die Stiftung bis heute in Äthiopien gebaut.

UNSERE AKTIVITÄTEN IM DETAIL

Fassung von Quellen und Bau von Pumpbrunnen
> Bau von Wasserversorgungssystemen für Kleinstädte
> Errichtung von Reservoirs bei Quellfassungen, um das über Nacht fließende Wasser zu sammeln (Nutzwasser)
>Initiierung von Wasserkomitees in den Dörfern
> Schulung der Bevölkerung in Brunnenmanagement und -wartung
> Errichtung von Waschplätzen und Viehtränken
> Errichtung von Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft

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WASSER FÜR DIE KINDER VON AREKIT

Viele Kinder verbrachten jeden Tag mehrere Stunden damit, verschmutztes Wasser aus weit entfernten Quellen nach Hause zu tragen.

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Sauberes Wasser fördert Frauen

Die Versorgung mit sauberem, gesundem Trinkwasser in der Nähe der Dörfer fördert die Gesundheit und hygienischen Umstände. Dies wirkt sich wiederum positiv auf den Rückgang vermeidbarer Krankheiten wie Diarrhö oder die Augeninfektion Trachom aus. Und sie spart den Mädchen und Frauen Zeit: Sie können die Schule oder Weiterbildungskurse besuchen, oder durch die Teilnahme an Mikrokreditprogrammen ein Einkommen erwirtschaften.

Mestaet Tegegne, 32, aus dem Dorf Billy in der Projektregion Borena, machte sich als Schneiderin selbstständig.

Brunnen als Gemeinschaftsprojekte

Im Dorf selbst wird von den Bewohnern ein Wasserkomitee gewählt, das von Menschen für Menschen unterrichtet wird, wie der Brunnen zu pflegen und zu warten ist, um eine möglichst lange Lebensdauer sicherzustellen. Das Wasserkomitee selbst engagiert in der Regel einen Brunnenwärter. Dieser ist für die Instandhaltung und die regelmäßige Reinigung des Brunnens verantwortlich und erhält für seine Arbeit ein Gehalt, das durch Abgaben der Nutzer finanziert wird. Die Höhe dieser Nutzungsgebühr wird von der Bevölkerung selbst festgelegt und dient in Zukunft auch dazu, allfällige Reparaturen oder Ersatzteile bezahlen zu können.

Wasserstelle (Handpumpe) bei Kuyu in Wore Ilu.

WEITERE GESCHICHTEN

Äthiopiens Frauen fassen Mut

Quell der Freude

In einem Tal unterhalb des Dorfes Wondebiyu ist Muskelkraft gefragt. Zahlreiche Einwohner packen mit an, wenn Menschen für Menschen für sicheres Trinkwasser sorgt: Erleben Sie, wie ein Brunnen gebaut wird.

Die kluge Wirtin

Quellfassung für Dibu

Das Dorf Dibu zählt rund 350 Einwohner, die lange Zeit von einer einfachen Quelle abhängig waren. „Aber das Wasser hat nie gereicht, und die Kinder wurden immer wieder krank davon“, sagt Tajure Fares.

Die mutigen Frauen von Wore Ilu

Hoffnung für Dano

Malaria, verschmutztes Wasser, Nahrungsmangel: Für die Bauernfamilien im ländlichen Distrikt Dano ist das Leben sehr hart. Doch das Potenzial für ein besseres Dasein ist groß.

So einfach ist es, zu helfen

Mit 50 Euro

ermöglichen Sie den Zugang zu sauberem Trinkwasser für eine Familie.

Für 75 Euro

ermöglichen Sie Hygienetrainings und Latrinendeckel für fünf Familien.

Mit 190 Euro

ermöglichen Sie einen Mikrokredit inklusive Training für eine Frau.

Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit