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Fachtagung in Berlin: Wie lassen sich Entwicklung und Klimaschutz vereinbaren?

28.04.2022
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Wie können Entwicklung und Umweltschutz Hand in Hand gehen? Wie kann Klimaschutz bei Projekten und Programmen zur Armutsbekämpfung in Afrika integriert werden? Welche Rolle soll und kann die Privatwirtschaft, welche staatliche Institutionen dabei spielen? Über diese und weitere Fragen tauschten sich rund 30 Expertinnen und Experten am Mittwoch in Berlin aus.

Die Stiftung Menschen für Menschen hatte gemeinsam mit der Heinz Sielmann Stiftung zu einer Fachtagung für operativ tätige und fördernde Stiftungen sowie öffentliche und private Geber geladen, um über Erfolgskriterien und Praxisbeispiele für skalierbare Projekte zur Vereinbarkeit von Entwicklung, Biodiversität und Klimaschutz zu diskutieren.  Nach vielen virtuellen Treffen in den vergangenen Corona-Jahren genossen die Teilnehmer:innen besonders auch wieder den direkten persönlichen Austausch.

Zusammenarbeit mit der Zivilbevölkerung entscheidend

Dabei stellten die beiden Gastgeberinnen ein gemeinsames integriertes Aufforstungsprojekt in der äthiopischen Region Wogdi vor. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie es gelingen kann, den Waldaufwuchs und damit die Biodiversität erheblich zu steigern und gleichzeitig bessere Lebensbedingungen und wirtschaftliche Perspektiven für die Menschen zu schaffen. Ermias Lulekal, Professor für Biodiversität an der Addis Ababa University erläuterte die Ergebnisse einer unabhängigen Studie über das Wogdi-Projekt.

Ebenso präsentierten etwa die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die grüne Suchmaschine Ecosia weitere erfolgreiche Praxisbeispiele. Die Staatssekretäre Stefan Tidow vom Bundesumweltministerium sowie Dr. Bärbel Kofler vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) betonten die Wichtigkeit des integrierten Ansatzes, den Menschen für Menschen bei allen Maßnahmen verfolgt. Dabei sei vor allem auch die Zusammenarbeit mit der Zivilbevölkerung ein wichtiges Element – sowohl in Deutschland als auch in Afrika.

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Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
taatssekretär Stefan Tidow, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)
v.l.: Dr. Sebastian Brandis (Stiftung Menschen für Menschen), Prof. Dr. Ermias Lulekal (Addis Ababa University) und Michael Beier (Heinz Sielmann Stiftung) stellten das Aufforstungsprojekt in Wogdi vor
Dr. Ermias Lulekal, Prof. of Ethnobotany an der Addis Ababa University, untersuchte das Aufforstungsgebiet hinsichtlich seiner Biodiversität
Stefanie Lang vom Legacy Landscapes Fund mit Menschen für Menschen-Vorstand Sebastian Brandis
Dr. Katharina Spethmann von der Suchmaschine Ecosia
Diskussion beim abschließenden Panel
Die Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ist eine öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. Sie wird beim Finanzamt München unter der Steuernummer 143/235/72144 geführt und wurde zuletzt mit Bescheid vom 11. Juni 2018 wegen Förderung steuerbegünstigter Zwecke von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit und somit als gemeinnützige Organisation anerkannt.