Tag des Kaffees
Der Erzählung nach entdeckte Kaldi aus der Provinz Kaffa nämlich eines Tages, dass seine sonst so schläfrigen Ziegen nach dem Verzehr bestimmter Beeren plötzlich putzmunter waren. Ihm selbst ging es nach dem Kauen der Beeren ähnlich.
Sein neugewonnenes Wissen gab er an Mönche aus nahegelegenen Klöstern weiter, die die aufputschende Wirkung der Kaffeebeere angesichts langer Gebetsstunden nur zu gerne in Anspruch nahmen. Der weltweite Siegeszug des Kaffees hatte begonnen.
Äthiopien, die Wiege des Kaffees
99 Prozent des genetischen Materials von Kaffee stammen aus Äthiopien. Allein in der namensgebenden Provinz Kaffa sind über 5000 verschiedene Arten der Arabica-Bohne vorzufinden. Wenn am 1. Oktober also der Internationale Tag des Kaffees gefeiert wird, spielt auch die Wiege des Kaffees eine wichtige Rolle.
Die traditionelle Kaffeezeremonie ist aus Äthiopiens Kultur nicht wegzudenken
Der Kaffeeertrag stammt in Äthiopien jedoch oft aus kleinbäuerlichen Strukturen, viele Landwirte erzielen wegen minderwertigem Saatgut nur kleine Ernten. Menschen für Menschen unterstützt daher schon lange äthiopische Bauern in den Projektregionen mit hochwertigem Saatgut, um deren Existenzgrundlage zu verbessern.
Kaffeeregion ganzheitlich unterstützen
Darüber hinaus geht in diesen Tagen ein gemeinsames Projekt der Kaffeerösterei Alois Dallmayr und der Stiftung Menschen für Menschen an den Start, um eine neue Kaffeeregion in Äthiopien ganzheitlich zu unterstützen. Gefördert wird das Vorhaben, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, auch vom Freistaat Bayern.
Mit dem Projekt im äthiopischen Bezirk Dano innerhalb der Region West Shoa sind gleich mehrere Ziele verbunden. So sollen damit unter anderem neue Wertschöpfungsketten in Äthiopien aufgebaut und nachhaltige Perspektiven, besonders für arbeitslose Jugendliche, geschaffen werden. Durch die Produktivitätssteigerung erhalten die Bauernfamilien, unter Einhaltung der kleinbäuerlichen Struktur, mehr Einkommen.
Der Kaffeeröster setzt sich bereits seit 2008 mit dem Verkauf von allen sortenreinen äthiopischen Kaffees für die Äthiopienhilfe ein. So sorgt das Unternehmen beispielsweise mit der Unterstützung der Wiederbewaldungsprogramme nachhaltig für ein grünes Äthiopien. Daran hätte wohl auch Ziegenhirte Kaldi seine helle Freude.