Neuartiges Elektroauto "EVUM aCar" weist die Zukunft am ATTC
Im nächsten Schritt hielt ein Team der TU nun vor Ort praktische Trainings für die Lehrenden am ATTC ab, die Entwicklung von E-Fahrzeugen wird fester Bestandteil in den Lehrplänen des technischen Colleges werden. Künftig soll das „EVUM aCar“ direkt an seinem Einsatzorten produziert werden können und so die Mobilität in ländlichen Regionen Afrikas und damit die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern, so die Vision der Münchner Wissenschaftler.
Elektrofahrzeuge als Fortbewegungsmittel der Zukunft
Afrika profitiert von wertvollen, natürlichen Ressourcen wie Sonne, Wind und Wasser, die schon jetzt dafür sorgen, dass der Kontinent seinen Energiebedarf zu 47 Prozent aus erneuerbaren Energien decken kann. Deshalb bieten sich Elektrofahrzeuge als zukunftsträchtige, saubere Fortbewegungsmittel an.
Reichweite von bis zu 200 Kilometern
Das ATTC im Osten Äthiopiens, das seit 30 Jahren von der Stiftung Menschen für Menschen betrieben wird, wurde als einer der Forschungsstandorte ausgewählt. Gefördert wird das Projekt von unserem langjährigen Partner, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Um die Lehrenden und Studierenden am ATTC direkt bei der Übergabe in die Technologie allgemeiner Elektrofahrzeuge einzuweisen, sind an der Entwicklung beteiligte Wissenschaftler der TU München eigens nach Harar gereist. Praktische Elemente der Ausbildung, z.B. Demontage und Analyse von Komponenten, liefen am Beispiel des aCar ab.
"Unglaubliche Freude und Interesse"
Yilma Taye, Landesrepräsentant von Menschen für Menschen in Äthiopien ist begeistert von dem gesamten Projekt und der Idee dahinter: „Die Wissenschaftler der TU München haben sehr gute Arbeit geleistet. Viele Menschen in unseren Projektregionen könnten durch solch ein elektrisches Nutzfahrzeug ihre Lebenssituation deutlich verbessern, ihre Waren leichter zum nächsten Markt transportieren, Wasser holen und vieles mehr. Auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort könnten ihre tägliche Arbeit durch Nutzung eines solchen Fahrzeuges besser umsetzen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Studentinnen und Studenten die Möglichkeit bekommen, anhand dieses gelungenen Beispiels für Elektromobilität ihren Beruf zu erlernen. Sie erfahren nicht nur, wie Elektroautos produziert werden können, sondern werden auch in der Lage sein, diese selbst zu bauen.“