Konflikte in Äthiopien: Wie wir dazu stehen und was wir tun
Die Lage in Äthiopien beruhigt sich weiterhin nicht. Das Team der Stiftung Menschen für Menschen verfolgt die Nachrichten und die Berichte über die militärischen Auseinandersetzungen in verschiedenen Teilen des Landes laufend und ist im ständigen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Äthiopien. Menschen für Menschen ist gegenwärtig in zwölf ländlichen Projektregionen aktiv, rund 600 äthiopische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen dort gemeinsam mit der Bevölkerung die integrierten Entwicklungsprojekte um.
In zwei der aktuell zwölf Projektregionen muss nun zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter temporär die Arbeit eingestellt werden:
- Die Projektarbeit in Worre Illu und Legehedia steht im Moment still. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die fast alle aus der Gegend kommen, sind zu ihren Familien zurückgekehrt.
- In allen anderen Projektgebieten ist die Arbeit eingeschränkt möglich, d.h. die Mobilität der Mitarbeiter ist je nach Sicherheitslage nur in einem begrenzten Radius um das Projektbüro möglich.
Die Lage in Addis Abeba ist ruhig
Menschen für Menschen arbeitet seit vierzig Jahren in Äthiopien als ethnisch, religiös und politisch neutrale Organisation. Seit Beginn unserer Tätigkeit in dem Vielvölkerstaat haben wir immer wieder kritische Phasen erlebt und uns auch und gerade dann weiterhin dafür engagiert, die Menschen auf ihrem Weg in eine selbst bestimmte Zukunft zu begleiten und zu stärken. Gerade in schwierigen Zeiten ist die Unterstützung der Menschen besonders notwendig, denn Perspektiven durch Bildung, Gesundheit, ausgewogene Ernährung und mehr Wohlstand sind entscheidende Pfeiler der Prävention gegen die Ausbreitung von radikalem Gedankengut.
Wir führen wir unsere Arbeit mit unverminderter Kraft fort. Bitte stehen auch Sie uns jetzt als Partner weiter zur Seite. Menschen für Menschen ist schon seit einiger Zeit darauf vorbereitet, in der aktuellen Situation zusätzlich Nothilfe in besonders betroffenen Regionen zu leisten. Nach den ersten punktuellen Maßnahmen, die wir bereits durchgeführt haben, werden wir weitere umsetzen, sobald der Zugang in die Regionen sicher möglich ist, wo der Bedarf am höchsten ist.