Berhanu Fayessa ist Imker in Gida Abu

Mehr Honig dank verbesserter Bienenstöcke

 

Die äthiopischen Bauern haben mit vielfältigen Herausforderungen zu kämpfen. Etwa mit traditionelle Methoden, wie sind auch in der Imkerei gang und gäbe sind: Die Bauern höhlen Baumstammstücke aus, verschließen die Enden mit Lehm und hängen diese Konstruktionen in Bäumen auf. Hat sich ein wildes Bienenvolk darin eingenistet, warten die Imker bis der Honig produziert ist. Um diesen zu ernten, zerstören sie den ausgehöhlten Baumstamm. Oft werden sie dabei völlig zerstochen. Die Waben pressen sie von Hand aus, deshalb ist der Honig durch viele Wachsreste verunreinigt.

Spendenbeispiel Bienenkorb

Berhanu Fayessa, 38, ist Imker in Gida Abu. Er hat in einer Schulung von Menschen für Menschen gelernt, wie man Holzkästen (Beuten) für Bienenstände baut, aus denen der Honig einfacher zu ernten ist. Jetzt wird Berhanu bei der Ernte nicht mehr so schwer zerstochen, und die Behausung der Bienen bleibt erhalten. Die sogenannten „Transitional Bee Hives“ werden an leicht zugänglichen Orten aufgestellt. Berhanu weiß jetzt auch, wie sich durch Erhitzen Wachs und Honig besser trennen lassen. Dadurch gewinnt er reineren Honig, der mehr wert ist: Früher hat er auf dem Markt 30 Birr für ein Kilo Honig erhalten. Jetzt sind es 70 Birr (etwa 3 Euro). Überdies kann er mit den verbesserten Bienenstöcken mehr als doppelt so viel ernten wie früher: Rund 14 Kilo Honig holt er pro Jahr aus einem Stock.

Berhanu Fayessa baut heute die Holzkästen für Bienenstände selbst.
Mardia und ihr glückliches Leben

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