"Neue Blume" Addis Abeba
Reise
Die rund 530 Quadratkilometer Fläche, auf denen sich Addis Abeba ausdehnt, teilen sich knapp dreieinhalb Millionen Einwohner. Verwaltungstechnisch gibt es zehn Stadtteile mit eigenen Verwaltungsstrukturen und insgesamt 99 Kebeles, den kleinsten Verwaltungseinheiten der Stadt.
Kultur wird in den diversen Kunst- und Musikschulen unterrichtet, aber vor allem im historischen Piassa-Viertel auch gelebt. Dort befindet sich das 1935 gegründete Hagar-Fikir-Theater. Es ist das älteste indigene Theater Afrikas und Karrieresprungbrett für viele äthiopische Künstler. Zudem gibt es zahlreiche Museen in Addis Abeba, zum Beispiel das Ethnologische Museum – ehemalige Residenz von Kaiser Haile Selassie – oder die Africa Hall, die lange Jahre der Sitz der Organisation für Afrikanische Einheit war und für gigantische Glasmalereien des Künstlers Afewerk Tekele bekannt ist.
Größter Freiluftmarkt Afrikas in Addis Abeba
Mit außerordentlich hohen Wachstumsraten seit den 60er Jahren erarbeiteten sich die Äthiopier den Titel “Wachstumstiger Afrikas”. Es gibt moderne, mehrstöckige Gebäude, breite Boulevards, teure Fünf-Sterne-Hotels und eine Vielzahl an Firmen und Geschäften, die durch internationale Investoren stets an Größe gewinnen.
Ebenfalls nennenswert ist die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines. Sie ist die profitabelste und größte Fluggesellschaft Afrikas. Sicherlich haben auch der Sitz der UN Wirtschaftskommission für Afrika, der sich seit 1958 in Addis Abeba befindet, und das in Äthiopiens Hauptstadt seit 1963 niedergelassene Hauptquartier der Afrikanischen Union positive Auswirkungen auf das hohe Wirtschaftswachstum.
Reich und Arm liegen in Addis Abeba nah beieinander
Selbst in der Millionenstadt müssen viele Tausende Menschen ihr Wasser an öffentlichen Verteilerstellen zapfen oder es aus verdreckten Flüssen schöpfen. Entsprechend dürftig ist auch die Kanalisation ausgebaut. All diese Faktoren tragen maßgeblich zu einer Vielzahl von Krankheiten in Äthiopiens Hauptstadt bei.
Randbezirke von Addis Abeba werden abgehängt
Vor allem in den Randbezirken von Addis Abeba sammelt sich die Landbevölkerung, die einen Neuanfang in der großen Stadt wagen möchte. Der Zulauf ist allerdings weitaus größer als der Arbeitsmarkt. Folglich kommt es zur Bildung von illegalen Siedlungen und Slums mit entsprechend schlechten Lebensbedingungen.
Genau da setzt Menschen für Menschen an. Durch integrierte ländliche Entwicklungsprojekte bieten wir der Landbevölkerung neue Perspektiven in ihrer Heimat. In dem aufstrebenden, vielversprechenden Land gibt es also noch viel zu tun! Helfen Sie mit, denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen.
Mit dem Green Innovation Center in unserem Projektgebiet Dano geben wir mehreren Hundert Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance, sich in ihrem Heimatland – ja sogar in ihrer Heimatregion – eine Zukunft aufzubauen. Lesen Sie unsere Geschichte “Grün ist die Hoffnung“!