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“Richtige Idee, richtige Zeit, richtiger Ort”: “Coronathon” übertrifft alle Erwartungen

14.07.2020
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Seit 1984 sind die “Sportler gegen Hunger” an der Seite der Stiftung Menschen für Menschen. Über die Jahre ist durch verschiedenste Sportveranstaltungen und andere Benefiz-Aktionen die gewaltige Summe von über 2,8 Millionen Euro zusammengekommen, mit der die gemeinsame Initiative der Oldenburgischen Volkszeitung (OV) und des Kreisportbundes Vechta die Projekte von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe bislang unterstützt hat.

Wie so vieles erschwert in diesem Jahr zwar Corona die Aktivitäten von “SgH”. Doch wie groß der Zusammenhalt und das Engagement in ihrer Breitensport-Community ist, haben die Vechtaer jetzt mit einem “Coronathon” bewiesen.

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Die Coronathon-Organisatoren Antonius Schröer, Kathi Stark und Matthias Fortmann (v.l.) bei der Scheckübergabe an OV-Sportchef Carsten Boning (2.v.r.); Foto: Steffen Lünsmann (Oldenburgische Volkszeitung)

An einem Wochenende beteiligten sich hunderte Läufer, Radfahrer und andere Hobbysportler an der Aktion und sorgten für den großartigen Spendenbetrag von 23.698 Euro, den die Organisatoren nun an den OV-Sportchef und “SgH”-Verantwortlichen Carsten Boning übergaben.

Wir haben bei Mit-Initiatorin Katharina Stark nachgefragt, wie es zu der Aktion und der großen Resonanz darauf kam.

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Frau Stark, Sie haben den „Coronathon“ mit ihren Mitstreitern Matthias Fortmann und Antonius Schröer organisiert. Wie kam es dazu?

Katharina Stark: Wir sind alle aktive Läufer und nehmen gerne an den regionalen Laufveranstaltungen der „Sportler gegen Hunger“ teil. In Zeiten von Corona müssen aber leider viele Events ausfallen und es ist somit auch schwierig, Spenden zu sammeln. Also rief Matthias Fortmann mich und Antonius Schröer vor einigen Wochen an und fragte, ob wir nicht eine Alternative ins Leben rufen können. Die Idee war, dass sich die Leute in der Region an einem Wochenende sportlich betätigen und gleichzeitig für den guten Zweck spenden. Ohne feste Rahmenbedingungen, allein oder in der Gruppe, natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln.

Die Idee „Coronathon“ war geboren – und wurde dann offenbar schnell konkret.

Wir haben ein Wochenende vor den Ferien festgelegt und den Kontakt zur Oldenburgischen Volkszeitung gesucht, wo ja die “Sportler gegen Hunger” beheimatet sind. Sie haben sich sehr über die Idee gefreut und das Ganze medial begleitet. Außerdem haben wir die Aktion in den sozialen Medien publik gemacht. Von da hat sich eine Eigendynamik entwickelt, die uns selbst total überrascht hat. Immer mehr Sportler und Vereine aus der Region meldeten sich und sagten: “Coole Sache, wir sind dabei!” Sogar lokale Bürgermeister haben sich bei uns gemeldet und gefragt, wie sie uns unterstützen können. Noch vor dem Wochenende hatten wir 33 Videobotschaften, die auf Facebook oder Instagram für die Aktion geworben haben.

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“Sportler gegen Hunger” eine starke Marke in der Region Vechta

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Wie war dann die Resonanz am “Coronathon”-Wochenende selbst?

Wir waren von der Resonanz total überrascht, es haben so viele Leute mitgemacht. Wir haben das Ganze auf Social Media begleitet und hatten alleine auf Instagram 300 Stories mit Videos und Fotos, die uns die Teilnehmer geschickt haben. Insgesamt waren die Leute in 18 verschiedenen Sportarten unterwegs, nicht nur als Läufer oder Radfahrer wie ursprünglich gedacht, sondern auch in Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Tischtennis. Sogar Turnvereine und die DLRG haben mitgemacht.

Wie erklären Sie sich den Erfolg der Aktion?

Die “Sportler gegen Hunger” sind einerseits bei uns in der Region eine starke Marke, die in den letzten Jahren viel bewegt hat. Die regionale Verbundenheit hier in Vechta ist sehr groß, man unterstützt sich, hält zusammen und engagiert sich gemeinsam. Und die Leute hatten einfach Lust mitzumachen, sich zu engagieren und sich auch auf Social Media zu zeigen. Die Aktion hat in die aktuelle Zeit gepasst, alle hatten Lust etwas zu unternehmen und sich zu engagieren. Ich würde sagen, wir waren mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

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(Fotos: Carsten Müller, Anneke Kühling, Benedikt Hintze, diverse)
Interview: Albert Linner

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Die Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ist eine öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. Sie wird beim Finanzamt München unter der Steuernummer 143/235/72144 geführt und wurde zuletzt mit Bescheid vom 11. Juni 2018 wegen Förderung steuerbegünstigter Zwecke von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit und somit als gemeinnützige Organisation anerkannt.