Im Schutz der Mauern: Harars antike Altstadt
Land & Leute
Die Händler waren traditionell vor allem Angehörige der Harari-Ethnie. Viele von ihnen leben und arbeiten auch heute noch in Jegol. So wie Fatuma Sefer Ahmed. In einem rosafarbenen Gewand sitzt die Anfang Siebzigjährige auf einer Matratze im Hinterzimmer ihres kleinen Ladens. Bis unter die Decke ist er mit Souvenirs gefüllt: Ledertaschen, Holzskulpturen, Schmuck. Dazwischen stapeln sich geflochtene Körbe und Korbteller in allen Größen – typisches Kunsthandwerk der Harari.
In den vergangenen Jahren seien es vor allem einheimische Touristen gewesen, die Harar besuchten, erzählt Worko. Die Stadt, die seit 2006 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, profitiert dabei auch von Social Media: Instagramer zwängen sich durch die Gassen, Tiktoker probieren Streetfood, YouTuber drehen Videos. Worko Solomon stört das nicht. „Hauptsache, es kommen noch mehr Menschen“, sagt er. „Um unsere besondere Stadt und ihre Bewohner kennenzulernen.“