Ein langer Kampf - der Weg der Aufklärung
Land & Leute
„Ihr Schicksal motivierte ihn und die Stiftung, für ein Ende der Beschneidung zu kämpfen“, sagt Bahritu Seyoum, Mitglied des Leitungsteams der Stiftungszentrale in Addis Abeba. 1999 organisierte Menschen für Menschen eine große Anti-Beschneidungskonferenz im Erer-Tal. Mehr als 2.000 Teilnehmende kamen zusammen: christliche und muslimische Würdenträger, Frauenverbände, medizinisches Personal, Beschneiderinnen, Medienschaffende so wie Politikerinnen und Politiker.
Wandel braucht Zeit
Deshalb setzt Menschen für Menschen die Aufklärungsarbeit fort. Gemeinsam mit Behörden schult die Stiftung Dorfälteste und andere Schlüsselpersonen und informiert dabei auch über weitere schädliche Praktiken: Frühverheiratung, Brautentführung, das Ziehen von Milchzähnen bei Säuglingen oder die Entfernung des Gaumenzäpfchens bei Kleinkindern. „Die Rituale sind regional unterschiedlich verbreitet“, sagt Seyoum. „Daran passen wir die Inhalte der Workshops an.“
Wissen ermöglichen
Sie möchten noch mehr erfahren? Hier können sie eine Erfolgsgeschichte lesen, wie eine Mutter in ihrer Erziehung umdenkt und somit gegen schädliche Traditionen ankämpft.