Endlich ein Hoffnungsschimmer
Der Blick nach vorn
Augen voller Hoffnung
Sieben Tage fuhren im Herbst 2025 Mitarbeitende von Menschen für Menschen und der lokalen Behörden durch drei große Bezirke im äthiopischen Bundesstaat Tigray. Sie hielten auf Märkten, besuchten Kirchen, Moscheen, Schulen und Busbahnhöfe – auch in schwer erreichbaren Gebieten nahe der Grenze zu Eritrea. Dabei informierten sie über ihr Programm zur Augengesundheit: die Möglichkeit, sich kostenlos untersuchen zu lassen und bei einer fortgeschrittenen Grauen-Star-Erkrankung operiert zu werden. „Eine organisatorische Mammutaufgabe“, sagt Hayat Mohammed, Leiterin der Gesundheitsabteilung bei Menschen für Menschen, über die Kampagne. „Aber wir wollten, dass möglichst viele von der Aktion profitieren.“
„Da wir in Tigray kein eigenes Projektgebiet haben, war die Organisation der Kampagne anspruchsvoll. Aber durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten waren wir erfolgreich.“
Auch dazu trägt die Kampagne bei. An dessen Ende, einen knappen Monat nach der Fahrt durch Adi Kelebes, haben mehr als 14.000 Menschen ihre Augen untersuchen lassen. Bei 1.511 wurden behandelbare Krankheiten wie der Graue Star oder die Wimpernfehlstellung Trichiasis diagnostiziert und Operationen geplant. Menschen für Menschen übernahm Transport und Verpflegung der stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten und bezahlte die medizinischen Teams, die in drei Krankenhäusern der Region die Operationen vornahmen. „Mitzuerleben, wie Menschen wieder sehen können, wie sie tanzen, singen und beten, ist bewegend“, sagt Hayat Mohammed. „Dafür lohnt sich der ganze Aufwand.“