Kawo Koysha-Ofa
Allgemeine Informationen
Mit Beginn 2023 hat Menschen für Menschen in Kawo Koysha ein integriertes ländliches Entwicklungsprojekt begonnen mit dem Ziel, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Nach einer dreijährigen Projektphase mit Aktivitäten im Bezirk Kawo Koysha wurde das Projektgebiet 2026 um den angrenzenden Bezirk Ofa erweitert.
Projektbeginn: 2023
Projekterweiterung (Ofa): 2026
Fläche: 352 km² (Kawo-Koysha) und 385 km² (Ofa)
Bevölkerung: ca. 73.130 (Kawo-Koysha) und ca. 134.260 (Ofa)
Lage: rund 400 km südlich von Addis Abeba
Ausgangslage vor Projektbeginn
Der Mangel an Trinkwasser ist eine der größten Herausforderungen im täglichen Leben der Menschen in Kawo Koysha-Ofa. Gerade mal 21% der Menschen konnten in Kawo Koysha hygienisch einwandfreies Wasser trinken, in Ofa sind es 34%. Der Rest muss sich Wasser von ungeschützten Stellen holen, von Flüssen oder Wassertümpeln, mit Folgen für die Gesundheit. Durchfall und andere Erkrankungen, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden, sind die zweithäufigsten Leiden der Bevölkerung. Auch Gesundheitseinrichtungen und Schulen fehlen Wasser.
Die Mehrheit der 22 Schulen in Kawo Koysha und 35 Schulen in Ofa ist traditionell aus Holz und Lehm gebaut. Regen und Wind führen zu schnellem Verfall. Die Räume sind staubig und dunkel, zudem fehlt es an Möbeln. Bei Regen dringt oftmals das Wasser ein.
Auch die 15 vorhandenen Gesundheitseinrichtungen in Kawo Koysha und die 22 in Ofa sind in schlechtem Zustand. Es sind zu wenige Einrichtungen, so dass es immer wieder vorkommt, dass Schwangere mit Geburtskomplikationen auf dem Weg zur medizinischen Versorgung sterben. Die Ausstattung ist mangelhaft, z.B. fehlt es an Solarkühlschränken zur Aufrechterhaltung der Kühlkette für Impfstoffe.
Frauen haben traditionell viele Aufgaben. Neben der Pflege der Kinder und dem Haushalt, sind sie für die Beschaffung von Wasser und Feuerholz verantwortlich und müssen bei der Feldarbeit helfen. Über ein eigenes Einkommen verfügen sie kaum.