Bienen in Äthiopien: Kulturgut und Existenzgrundlage
Land & Leute
Auch beim Bau der gleichnamigen und nicht minder geschichtsträchtigen Felsenstadt im Norden Äthiopiens haben dem Kaiser der Erzählung nach nicht nur Engel, sondern auch Bienen geholfen. Soweit die Legende, die zeigt, wie sehr die fleißigen Insekten in der äthiopischen Kultur verankert waren – und immer noch sind.
Der Honigwein Tej ist Äthiopiens Nationalgetränk
Die Bauern höhlen für ihre Bienenstöcke Stücke von Baumstämmen aus, verschließen die Enden mit Lehm und hängen diese Konstruktionen in Bäumen auf. Hat sich ein wildes Bienenvolk darin eingenistet, warten die Imker, bis der Honig produziert ist. Um diesen zu ernten, muss der ausgehöhlte Baumstamm zerstört werden. Oft werden die Bauern dabei auch noch völlig zerstochen.
Imker und Bienen profitieren
Dabei sind Bienen extrem wichtig für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, welche wiederum Grundlage einer langfristig gesicherten Existenz menschlichen Lebens ist. Gerade in einem Land wie Äthiopien, in dem sieben von zehn Menschen von der Landwirtschaft leben. Und dass es nicht verkehrt sein kann, sich mit den Bienen gut zu stellen, wusste immerhin auch schon Kaiser Lalibela im 12. Jahrhundert.