Doch die Ärzte im Krankenhaus in Gorbela, der Bezirkshauptstadt, konnten ihm nicht helfen. „Ich muss mich um alles kümmern, auch um ihn“, sagt sie. Sie baut Weizen, Gerste und Teff an, etwas Kohl, Tomaten und Kartoffeln. „Ich versuche, unsere Ernte gut einzuteilen. Und doch ist es meist zu wenig.“ Vor einer Woche besuchte Negash sie zum ersten Mal. Er stellte sich und die Stiftung vor, bot ihr an, sie zu unterstützen, mit Gemüsesetzlingen oder indem er ihr zeigt, wie sie organischen Dünger herstellen. kann. „Dass er so schnell wiederkommt, zeigt mir, dass er es ernst meint“, sagt Fikirte und lächelt den Entwicklungshelfer achtungsvoll an. „Zeig mal deinen Kompost“, antwortet er und tritt mit ihr aus der dunklen Hütte in den Tag. Negash Ziel ist es, Familien in Mehal Wonz wie der von Fikirte weiter unter die Arme zu greifen, sie mit Landwirten wie Abebe zusammen zu bringen. „Fikirte oder ihr ältester Sohn könnten auch bei uns in der Baumschule jobben“, sagt Negash. „Oder sie wird Teil unserer Mikrokreditgemeinschaft.“ Eine solche wird Menschen für Menschen ebenfalls im Dorf gründen. Am Bach wird eine Quellfassung errichtet, um den Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu geben, Landwirte werden zu Imkern ausgebildet. Es gibt Pläne für eine neue Schule. Was Abebe für seine Nachbarinnen und Nachbarn sein kann, soll Mehal Wonz für andere Gemeinden werden: Ein Vorbild. „Das Dorf hat großes Potenzial“, erklärt Adane Nigus, der Projektleiter in Ankober. „Wenn es erste Erfolge gibt, wollen wir Bewohner anderer Dörfer einladen, damit sie sich davon überzeugen können und selbst beginnen, mit unserer Unterstützung ihr Leben zu verändern.“ Abebe Agulale ist gespannt auf den Wandel im Dorf. Und in seiner Familie: Seine Ehefrau ist mit ihrem ersten Kind schwanger.