Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung
Der Aktionstag am 6. Februar erinnert an eine grausame Praxis
In Äthiopien ist die grausame Praxis seit 2004 gesetzlich verboten, dennoch wird FGM (englisch: Female Genital Mutilation) in weiten Teilen des Landes weiter praktiziert. Die Vorstellung, dass nur eine beschnittene Frau „rein“ und weiblich ist und Chancen auf eine gute Heirat hat, ist tief in der Gesellschaft verankert.
Unser Gründer Karlheinz Böhm spielte eine entscheidende Rolle dabei, das Verbot von FGM in Äthiopien zu erwirken. Doch Gesetze allein reichen nicht aus, sondern Aufklärung ist der Schlüssel. Menschen für Menschen leistet daher seit Jahrzehnten Aufklärungsarbeit zur weiblichen Genitalverstümmelung in den ländlichen Gebieten Äthiopiens.
Unser Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung in Äthiopien
- Schüler:innen und Lehrer:innen,
- Vertretern von Kirchen oder Moscheen,
- Ältestenräte,
- Frauenvertreterinnen.
Ein zentraler Bestandteil der Aufklärungsarbeit sind auch die Diskussionsrunden mit Müttern während der traditionellen Kaffeezeremonie im Dorf, denn Mütter spielen eine wichtige Rolle bei dieser grausamen Praxis und könnten den Kreislauf bei guter Aufklärung über die Folgen durchbrechen.
Warum Aufklärung über FGM wichtig ist
Obwohl FGM gesetzlich verboten ist und hohe Strafen drohen, bleibt es ein langsamer Prozess, diese tief verwurzelte Tradition zu beenden. Es ist deshalb fraglich, ob das von den Vereinten Nationen angestrebte Ziel, weibliche Genitalverstümmelung bis 2030 eliminiert zu haben, erreicht werden kann.
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