Zwei Frauen, die mit einem Sack Essen und zwei Flaschen Öl in die kamera schauen.

2026: Unterstützung im IDP-Camp in Debre Birhan

2026: Unterstützung im IDP-Camp in Debre Birhan

Nothilfe für Binnenflüchtlinge

Menschen für Menschen leistet gemeinsam mit Sternstunden e.V., einer Benefizaktion mit dem Bayerischen Rundfunk, Nothilfe in einem der größten IDP-Camps Äthiopiens in Debre Birhan, Amhara.

IDP steht für internally displaced people, zu Deutsch Binnenflüchtlinge oder Binnenvertriebene. Menschen also, die innerhalb ihres eigenen Landes vor Konflikten oder Naturkatastrophen geflohen sind, ohne je eine internationale Grenze zu überqueren.

Rund 26.000 solcher Binnenflüchtlinge leben seit 2021 in den drei völlig überfüllten Camps 130 Kilometer nordöstlich von Addis Abeba. Sie mussten vor den anhaltenden inneräthiopischen Konflikten aus ihrer Heimatregion flüchten.

Die humanitäre Lage in dem Camp ist dramatisch. Fälle von starker Mangelernährung, vor allem bei Kindern, nehmen zu. Medizinische Versorgung ist quasi nicht vorhanden – es besteht ein hohes Risiko für Cholera- und Mpox-Ausbrüche.

Medizinische Versorgung stärken

Menschen für Menschen und Sternstunden e.V. stabilisieren die Situation der Menschen in den Camps durch die Verteilung von Nahrung und Medikamenten. Besonders unterstützt werden die über 10.000 Kinder, mehr als 1.000 stillenden Mütter und rund 150 schwangeren Frauen im Camp.

Eine Frau, die Nothilfe Lebensmittel zählt.
Ein mann, er Produkte wie Kindertoiletten, an frauen ausgibt.

Die Lieferung und Ausgabe von Zusatznahrung, wie beispielsweise Plumpy’Nut und FAMIX, soll die Zahl der Kinder, die unter akuter Mangelernährung leiden, senken. Zusätzlich stellen wir Pakete mit Hygieneartikeln zur Verfügung und liefern Medikamente und medizinisches Material.

Auch bei der Aufrechterhaltung der sanitären Infrastruktur unterstützen wir und schulen zudem medizinisches Personal in Notfallversorgung, Ernährung, und WASH (Wasser, Sanitärversorgung, Hygiene). So ist das Know-how vor Ort verankert, und die Versorgung der Menschen wird auch in Zukunft deutlich verbessert.

Die Maßnahmen werden von Kolleg:innen des MFM Büros in unserem nahe gelegenen Projektgebiet in Ankober durchgeführt. Unterstützt wird das Team durch unser PCO in Addis Abeba, das für den Einkauf der Materialien verantwortlich ist. Für die allgemeine Koordination des Lagers ist die Stadtverwaltung von Debre Birhan verantwortlich.

Die Hilfsmaßnahmen sind zunächst auf zwölf Monate angelegt.