Eine gesunde Natur für gesunde Familien
Gemeinsam schaffen wir ein grünes Paradies
Bekele blickt über die Berge, die sein Heimatdorf Tekabu in der Region Ankober einrahmen. Früher aßen sich die Ziegen, Schafe und Kühe der Landwirte an den Hängen satt. Die Familien schlugen Holz fürs Feuermachen oder für Baumaterial. Doch ohne Bewuchs und dessen Wurzeln fehlte der Erde zunehmend der Halt. „Bei starkem Regen rutschte sie ins Tal“, erinnert er sich. Viele Familien verloren durch die Schlammmassen ihre Ernte. Zudem können die Erdrutsche lebensgefährlich sein.
Bekele und 34 weitere Dorfbewohner lernten, am Hang Terrassen anzulegen. Darauf pflanzten sie schnellwachsende Bäume aus der Baumschule von Menschen für Menschen. Heute hat die Gemeinde bereits 74 Hektar Fläche aufgeforstet. Und die Natur erholt sich. Bekele erntet hier reichlich frisches Gras. Das kam zwischen den neuen Bäumen und Sträuchern von ganz allein wieder. „Damit isoliere ich mein Haus und füttere meine Tiere“, erklärt der 45-Jährige.
Nicht nur Gras und Sträucher kehrten auf den Berghängen zurück, sondern auch zahlreiche Tiere und Insekten, wie die Bienen. Menschen für Menschen hat daher für Bekele und die anderen Landwirte ein Imkerprojekt gestartet. Die Stiftung versorgte jeden mit drei modernen Bienenstöcken: Holzkästen mit herausnehmbaren Waben. Sie stellte zudem Schutzkleidung und schulte die Gruppe in einem weiterführenden Imker-Training. Bekele freut sich: „Ich bin sicher, dass ich bald viel Honig ernten und verkaufen kann.“
