BIC-Projekt schafft Perspektiven für junge Unternehmer:innen
Wie können junge Menschen in Äthiopien eine wirtschaftliche Zukunft in ihrer Heimat aufbauen?
Diese Frage stand im Mittelpunkt des BIC-Projekts, dessen Projektlaufzeit nun mit einer Abschlussveranstaltung in Addis Abeba erfolgreich zu Ende gegangen ist.
Über drei Jahre hinweg unterstützte das von der Europäischen Union kofinanzierte Projekt junge Menschen dabei, Geschäftsideen zu entwickeln, unternehmerische Kompetenzen aufzubauen und eigene Unternehmen zu gründen. Gemeinsam mit Partnern aus Bildung, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit entstanden Strukturen, die jungen Gründerinnen und Gründern neue Perspektiven eröffnen – und damit einen wichtigen Beitrag zu Beschäftigung und wirtschaftlicher Entwicklung leisten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Errichtung von Gründerzentren, so auch am MFM-eigenen Agro Technical & Technology College (ATTC) in Harar. Im hier errichteten Gründerzentrum erhielten junge Menschen praxisnahe Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Geschäftsideen – von der Beratung und Qualifizierung bis hin zur Begleitung bei den ersten Schritten in die Selbstständigkeit.
Die Ergebnisse zeigen, welches Potenzial in gezielter Gründerförderung steckt: Junge Menschen schaffen Arbeitsplätze für sich selbst und andere, entwickeln innovative Lösungen für lokale Herausforderungen und tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Gemeinden bei.
Bei der offiziellen Abschlussveranstaltung des BIC-Projekts in Addis Abeba am 9. und 10. Juni 2026 wurden die Erfolge und Erfahrungen der vergangenen drei Jahre vorgestellt und mit Vertreterinnen und Vertretern der Gründerzentren, der sequa gGmbH, Unternehmen, NGOs und öffentlichen Institutionen diskutiert. Auch MFM und das ATTC waren vertreten: Unser Kollege Daniel Asrat nahm als Panelist an der Diskussion „Roots and Gaps – The Incubator Perspectives“ teil. Im Austausch mit anderen Expertinnen und Experten ging es um die Rolle von Gründerzentren, die Unterstützung junger Unternehmerinnen und Unternehmer sowie die Herausforderungen und Chancen für das äthiopische Innovationsökosystem.
Neben der Präsentation der Projektergebnisse standen vor allem die nächsten Schritte im Mittelpunkt. In einem begleitenden Workshop diskutierten die Teilnehmenden, wie Gründerzentren langfristig gestärkt und nachhaltige Unterstützungsangebote für Gründerinnen und Gründer weiter ausgebaut werden können.
Die Abschlussveranstaltung machte deutlich: Zukunft entsteht dort, wo junge Menschen Chancen erhalten, ihre Ideen umzusetzen. Mit dem Aufbau von Gründerzentren, auch abseits der Hauptstadt Addis Abeba, der Förderung unternehmerischer Kompetenzen und der Begleitung von Start-ups hat das BIC-Projekt wichtige Grundlagen geschaffen, damit mehr junge Menschen ihre Zukunft in Äthiopien gestalten können – und zwar dort, wo sie zu Hause sind.
Fotos: BIC ETHIOPIA