Verheerende Erdrutsche in Geze Gofa: über 200 Tote sind zu beklagen
Yilma Taye, der Landesvertreter von Menschen für Menschen, beteiligte sich persönlich an der Verteilung der Hilfsgüter an die Opfer des Erdrutsches und drückte sein Beileid aus: „Die Stiftung ist zutiefst betroffen über die Katastrophe, die über 300 Menschen das Leben gekostet hat“, erklärte Yilma Taye. „Wir sind entschlossen, alles dafür zu tun, um die Natur zu schützen und damit die Gefahr solcher Vorfälle zu verringern.“
Retter werden zu Opfern
Mindestens 239 Tote sind zu beklagen – und es muss befürchtet werden, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird, denn die Suche ist noch nicht abgeschlossen. Rund 5.000 Menschen sind in Folge der Katastrophe obdachlos geworden, davon fast ein Drittel Kinder. Viele Familien haben alles verloren, was sie besitzen. Wir sind tief erschüttert und sprechen allen Opfern dieser Tragödie unser aufrichtiges Beileid aus.
Menschen für Menschen leistet Nothilfe und langfristige Zusammenarbeit für Geze Gofa
Eines unserer aktuellen Projektgebiete, Boreda, liegt in der Nähe des Unglücksortes. Unser Projektteam vor Ort wird in Zusammenarbeit mit dem Headquarter in Addis Abeba die Hilfsmaßnahmen koordinieren. Wir hatten bereits geplant, unsere Projektaktivitäten in Boreda in den nächsten Monaten auf die Gofa Zone auszudehnen. Das Unglück beschleunigt unser Engagement und macht – leider auf tragische Art und Weise – deutlich, wie notwendig die langfristige Unterstützung in dieser Region, über die Soforthilfe hinaus ist, u. a. um die landwirtschaftlich übernutzten Hänge zu stabilisieren und vor Erosion zu schützen.
Herausforderung Klimawandel in Äthiopien
Und auch wenn die Kernaufgabe von Menschen für Menschen seit über 40 Jahren in Äthiopien die langfristig angelegte Entwicklungszusammenarbeit mit den Menschen vor Ort ist, leisten wir bei humanitären Katastrophen schnell und unbürokratisch Soforthilfe dort, wo die Betroffenen sie am nötigsten haben.