Menschen für Menschen trauert um Ato Yilma Taye
In einer kleinen Familie aufgewachsen, hat er durch sein großes Herz und seine absolute Verlässlichkeit eine große Familie aus Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleitern und Partnern in allen Schichten der Gesellschaft und in allen Teilen des Landes und darüber hinaus aufgebaut. Dabei ging es ihm immer um die eine Sache: die Situation der Menschen im ländlichen Raum. Er hat dabei nie den Fokus darauf verloren, was die Menschen wirklich bewegt und was sie benötigen.
Daher zog es ihn immer wieder hinaus ins Feld, um in Kontakt zu bleiben und den Fortschritt der Projekte und die Entwicklung aus erster Hand mitzubekommen, denn nur so, davon war er fest überzeugt, kam man der Wahrheit und dem, was wirklich zählt, am nächsten. Er forderte viel von sich selbst, hatte aber auch hohe Erwartungen an das Engagement und die Eigenverantwortung seines Umfelds: der Kolleginnen und Kollegen, der Partner und auch der Familien, mit denen er in den Projektregionen gearbeitet hat. Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ hatte für ihn viel mit der Eigenverantwortung jedes Einzelnen zu tun.
So hat er das Leben Hunderttausender Menschen direkt und indirekt wesentlich mitverändert und ihnen Chancen ermöglicht, die ohne seinen Einsatz nicht möglich gewesen wären. Er war ein Mensch für Menschen: mit Prinzipien und Traditionen, dabei aber immer auch bereit, diese bei guten Argumenten zu überdenken, da er Veränderungen gegenüber sehr offen war. Zu einem großen Teil ist es ihm zu verdanken, dass die Stiftung auch nach dem Tod des Gründers Karlheinz Böhm in Äthiopien weiterhin ihren Stand und Ruf behalten hat.
Kraft und Zuversicht schöpfte er aus seinem tiefen Glauben, seiner Begeisterung für die Natur und seiner tiefen Verbundenheit mit den Menschen, für die er sich immer und immer wieder eingesetzt hat. Sein Wirken bleibt in den Ergebnissen seiner Taten erhalten: in den Schulen, Wasserstellen und neu entstandenen Wäldern. Und in den Erinnerungen der vielen Menschen, die ihn auf der Reise seines Lebens begleiten durften.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen Kolleginnen und Kollegen in Äthiopien.