vier Frauenportraits äthiopischer Frauen zur Frauengesundheitskampagne

Gesunde Frauen für eine gerechte Welt

Gesunde Frauen für eine gerechte Welt

Frauengesundheit. Selbstbestimmt. Gerecht.

Heute, am 6. Februar, findet wieder der internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung statt. Erst vor Kurzem wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bekannt gegeben, dass die Fälle der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) auch in Deutschland wieder ansteigen. Ein Grund dafür ist die Zuwanderung aus Ländern, in denen diese schädlichen Praktiken noch zur Tradition gehören und medizinische Aufklärung und Versorgung minimal sind.

Auch in Äthiopien werden trotz gesetzlichen Verbots solche Praktiken in manchen Teilen des Landes nach wie vor vollzogen. FGM ist eine gravierende Menschenrechtsverletzung und eine besonders schwere Form geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Folgen sind häufig lebenslange körperliche Schmerzen, psychische Belastungen und Risiken bei Schwangerschaft und Geburt. Dennoch gelten in manchen ländlichen Regionen nur beschnittene Frauen als rein und weiblich.

MFM-Gründer Karlheinz Böhm und die Stiftung setzen sich seit den 1990er Jahren für die Bekämpfung von weiblicher Genitalverstümmelung ein und legten damit den Grundstein für das gesetzliche Verbot im Jahr 2004.

Der heutige Tag gibt uns Anlass, das Thema Frauengesundheit in Äthiopien in den nächsten Wochen verstärkt in den Fokus zu rücken. Frauen sind tragende Säulen der Gesellschaft. Sie sind Mütter, Arbeiterinnen, Versorgerinnen und alltägliche Stützen in unserem Leben. Hier, in Äthiopien, weltweit. Eine Investition in die weibliche Gesundheit ist auch eine Investition in Entwicklung und Zukunft. Daher benötigt das Thema Frauengesundheit im Allgemeinen mehr Aufmerksamkeit.

Während in Deutschland Themen wie eine begleitete Geburt, selbstbestimmte Familienplanung und Verhütung, Gebärmuttersenkung oder die Monatshygiene alltägliche Themen sind, die immer mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft rücken, sind sie in Äthiopien immer noch ein absolutes Tabu und mit Scham behaftet. Die Folgen dadurch sind verheerend: Frauen und Mädchen ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück und leiden im Stillen.

MFM leistet seit Jahrzehnten Aufklärungsarbeit in den ländlichen Gebieten Äthiopiens. In Workshops werden gesundheitliche Vorfälle, wie der Gebärmuttervorfall (UVP) oder schädliche traditionelle Praktiken, wie z.B. Genitalverstümmelung, besprochen.

Mit Ihrer Unterstützung machen wir gemeinsam darüber hinaus die medizinische Versorgung, die so wichtig für die Frauen Äthiopiens ist, möglich.

Gemeinsam können wir etwas ändern: Hinschauen. Zuhören. Darüber sprechen. Aktiv werden.