Studierende am ATTC bei einem Kurs der Elektrotechnik.

Fachkräfte aus einer Hand

Fachkräfte aus einer Hand

Äthiopische Talente für Ihr Unternehmen

Sie benötigen in Ihrem Unternehmen hochqualifizierte Arbeitskräfte und können offene Stellen nicht besetzen, weil geeignete Bewerberinnen und Bewerber fehlen? Sie sind vom Fachkräftemangel in Bayern betroffen und möchten aktiv werden?

Im Rahmen des Modellprojekts „Äthiopische Fachkräfte für den bayerischen Arbeitsmarkt“ unterstützt das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) und die Stiftung Menschen für Menschen bayerische Unternehmen bei der Anwerbung fertig ausgebildeter Fachkräfte aus den Bereichen Elektrotechnik und Fertigungstechnik. Die Teilnehmenden des Programms werden am von Menschen für Menschen betriebenen ATTC-College in Harar, Äthiopien am deutschen System orientiert ausgebildet und durch Deutschkurse und Vorbereitungsangebote optimal auf die Arbeit in Deutschland vorbereitet.

Dabei wird mit der Förderung durch die Bayerische Staatskanzlei der gesamte Prozess von Recruiting über Anerkennung bis zur Einreise im Herbst 2027 und Integration begleitet. Für die teilnehmenden Unternehmen fallen bis zur Einreise der Fachkräfte keine Kosten an.

Unser Angebot: Fachkräfte aus einer Hand

  • Branchen: Elektrik & Elektrotechnik, Fertigungstechnik
  • Strategische Beratung: Von der Bedarfsanalyse bis zur Umsetzung
  • Passgenaue Suche: Vorauswahl und Vorbereitung von Bewerber:innen
  • Administrative Begleitung: Einreise aus Äthiopien & Integration

ATTC - Praxisnahe Ausbildung

Das Agro Technical and Technology College (ATTC) wurde 1992 von der Stiftung Menschen für Menschen in Harar im Osten Äthiopiens gegründet.

720
Studierende pro Jahr
4
technische Studiengänge
70 %
praktische Lehre
10
Werkshallen und Versuchsräume

Projektzeitplan (unter Vorbehalt)

Häufig gestellte Fragen

Warum müssen Fachkräfte ausgerechnet aus Äthiopien kommen?

Auch Bayern hat in vielen Branchen bereits heute massive Engpässe bei Fachkräften. Die Stellenüberhangsquote liegt bei „über 59 %“. Äthiopien verfügt über nach deutschen Standards ausgebildete junge Menschen, die im eigenen Land oft keine passenden Stellen finden. Unser Projekt verbindet also zwei reale Bedarfe. 

Sind das Flüchtlinge – und bekommen sie Sozialleistungen?

Die Teilnehmenden kommen als reguläre Arbeitsmigrant:innen mit Aufenthaltstiteln nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Ziel des Projekts ist es gerade, dass sie von Beginn an ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit sichern. Es gibt keinen Anspruch auf Asylleistungen. 

Nehmen diese Fachkräfte bayerischen Beschäftigten die Jobs weg?

Mit unserem Projekt wollen wir dem Fachkräftemangel begegnen. Es geht also um Stellen, für die es nachweislich keine geeigneten Bewerber:innen gibt. Die Fachkräfte aus Äthiopien sichern damit Wertschöpfung und bestehende Arbeitsplätze. 

Fördert das Projekt Brain Drain in Äthiopien?

Die Forschung zeigt, dass gesteuerte Migration Bildung und Qualifizierung eher stärkt. Migrationsmöglichkeiten fördern Investitionen in Bildung und können langfristig zu einem höheren Qualifikationsniveau beitragen („Brain Gain“). 

Ist das nicht ein Widerspruch zur Entwicklungsarbeit von Menschen für Menschen – nämlich für die Regionen in Äthiopien tätig zu sein?

Wir arbeiten seit Jahrzehnten an Bildungs-, Beschäftigungs- und Einkommensförderung in Äthiopien. Fachkräftemigration ergänzt diese Arbeit: Sie schafft legale Perspektiven, stärkt den Anreiz zur beruflichen Qualifizierung und ermöglicht finanzielle Rückflüsse in Form von Rücküberweisungen.

Entwicklungszusammenarbeit und gesteuerte Migration schließen sich also nicht aus, sondern können sich sinnvoll ergänzen. Denn Entwicklung bedeutet auch, globale Chancen verantwortungsvoll zu nutzen. 

Wie wird die Integration in Bayern sichergestellt?

Die Integration beginnt bereits vor der Einreise. Denn in unserem mehrstufigen, partnerschaftlichen Modell spielen Integrationsaspekte eine wesentliche Rolle. Die Fachkräfte erhalten in Äthiopien intensive Sprachvorbereitung sowie interkulturelle Schulungen durch renommierte bayrische Akteure, wie dem Beruflichen Fortbildungszentren der Bayrischen Wirtschaft (bfz).

Nach der Ankunft begleiten Partner wie das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) und die Unternehmen selbst die Integration, etwa durch Mentoring, Unterstützung bei Behördenwegen und betriebliche Einarbeitung.   

Dieses Modellprojekt stellt also einen ganzheitlichen Ansatz dar, der bayrische Akteure aus vielen verschiedenen Bereichen miteinander verknüpft – öffentliche Hand, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft. 

Warum dauert das Projekt so lange?

Seriöse Fachkräftemigration Zeit braucht Zeit: Auswahl, Qualifizierung, Sprachförderung, Anerkennung, Integration. Gründliche Vorbereitung spart langfristig KostenUnsere sorgfältige Vorgehensweise reduziert Abbrüche und erhöht die langfristige Bindung. Sie ist um rund 50 Prozent günstiger als eine Ausbildung in Deutschland.

Warum fördert die Bayerische Staatskanzlei dieses Projekt?

Wir freuen uns sehr, dass die Bayerische Staatskanzlei das Projekt unterstützt. Die Sicherung von Fachkräften ist eine zentrale Zukunftsfrage auch für den Wirtschaftsstandort Bayern. Fachkräftesicherung ist aktive Standortpolitik. Das Projekt entspricht den Zielen der bayerischen und bundesdeutschen Fachkräftestrategie: Es schafft legale, gesteuerte Migration, entlastet Unternehmen und stärkt langfristig die wirtschaftliche Stabilität. Öffentliche Förderung ermöglicht zudem hohe Qualitäts-, Vorbereitungs- und Integrationsstandards. 

Online-Infoveranstaltung

Erfahren Sie mehr zum Projekt und wie Sie als Unternehmen profitieren können

In einer Onlineveranstaltung am 15. April 2026 von 14:00 bis circa 15:00 Uhr möchten das Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft und Menschen für Menschen Ihnen das Projekt genauer vorstellen. Hier erfahren Sie alles zum Projekt, dem Ablauf und wie Ihr Unternehmen von ausgebildeten Fachkräften und der Förderung der bayerischen Staatskanzlei profitieren kann.

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich noch heute über das untenstehende Kontaktformular an.

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