Maskierter Arzt überprüft das Auge eines Patienten mit einem Smartphone in einer Klinik; Bild für NGO-Spendenwebshop.

Bessere medizinische Behandlungen: neue Klinikräume in Ijaji

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Es ist einige Jahre her, dass Dadi Tadesse eine Arztpraxis besucht hat. Wenn es mal im Rücken zwickte, sie unter Magenschmerzen oder einer Erkältung litt, kurierte sich die sechsfache Mutter zuhause aus. Der 65-Jährigen fehlt es meist an Geld für Medikamente. Zudem ist das Gesundheitszentrum in der Kleinstadt ljaji weit entfernt, alt und in einem schlechten Zustand. „Nun ging es aber nicht mehr anders“, sagt Dadi, als sie nach drei Stunden Fußmarsch dort ankommt.

Mein rechtes Auge ist entzündet und ich sehe sehr schlecht. Regelmäßig führen das Gesundheitspersonal, ebenso wie Mitarbeitende von Menschen für Menschen, in der Einrichtung Augenuntersuchungen durch. Grauer Star oder eine durch Bakterien ausgelöste Trachom-Infektion sollen so erkannt werden.

Für eine bessere Behandlung, auch von anderen Krankheiten sowie für sicherere Entbindungen baut Menschen für Menschen nun direkt nebenan neue Klinikräume und stattet sie mit medizinischen Gerätschaften aus. „Das freut mich“, sagt Dadi, mit einer Augensalbe in der Hand. „Auch wenn ich hoffe, dass ich nicht so bald wiederkommen muss.“

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