Landschaftsbild eines grünen Waldes.

Neue Kämpfe in Tigray: Sorge vor erneuter Eskalation

24.09.2026
In der nordäthiopischen Region Tigray sind die Kämpfe erneut aufgeflammt. Berichten zufolge ist es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) und Regierungstruppen gekommen. Die TPLF hat am 23. September den Flughafen der Regionalhauptstadt Mek’ele sowie weitere Flughäfen in der Region unter ihre Kontrolle gebracht. Ethiopian Airlines hat Flüge zu den drei Flughäfen Mek’ele, Aksum und Shire vorerst ausgesetzt. Die äthiopische Regierung hat sich zu den Medienberichten bislang nicht offiziell geäußert.

Die aktuelle Entwicklung setzt das Friedensabkommen von 2022 erneut unter Druck, mit dem der verheerende Bürgerkrieg in Nordäthiopien beendet worden war. Der Krieg von 2020 bis 2022 hatte für Millionen Menschen gravierende humanitäre Folgen. Hunderttausende Menschen verloren ihr Leben, und der Zugang zu Strom, Kommunikation, medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe war zeitweise massiv eingeschränkt.

Zusätzliche Sorge bereitet die angekündigte Allianz mehrerer bewaffneter Gruppen aus verschiedenen Regionen und ethnischen Gemeinschaften Äthiopiens, die sich gegen die Regierung von Premierminister Abiy Ahmed zusammengeschlossen haben. Welche konkreten Auswirkungen dieses Bündnis haben wird, ist derzeit noch unklar.

Aktuell keine Auswirkungen auf unsere Projektarbeit

Nach aktuellem Stand gibt es auch in unseren Projektgebieten keine direkten Auswirkungen durch die jüngsten Entwicklungen. Die Reisen in die Projektgebiete sind derzeit nicht eingeschränkt, und unsere Projekte und Aktivitäten laufen weiter. Unsere Mitarbeitenden vor Ort sind im Einsatz.

Wir stehen in engem Austausch mit unseren lokalen Teams und Partnern und beobachten die Sicherheitslage aufmerksam. Insbesondere in Gebieten, die geografisch näher an Tigray liegen, werden die Entwicklungen eng verfolgt. Sollte sich die Situation verändern oder Auswirkungen auf unsere Projektarbeit ergeben, werden wir unsere Aktivitäten entsprechend anpassen.

Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Projektpartner und der Menschen, mit denen wir arbeiten, hat für Menschen für Menschen höchste Priorität.