Kurs für Damenhygiene in äthiopischen Schulen

Frauenhygiene

Frauenhygiene

Menstruation ist natürlich. Normal. Jedes Mädchen auf der Welt hat sie irgendwann, die eine etwas früher, die andere später. Jede Frau auf der Welt hat sie. Die eine länger, die andere kürzer.

Für viele Mädchen in Äthiopien aber bedeutet der Eintritt der Menstruation häufig den Schulabbruch. Denn mangels geeigneter Hygieneprodukte, in der Not werden oftmals alte Stofffetzen oder Blätter verwendet, müssen sie zu Hause bleiben. Der Weg zur Schule ist weit, dort gibt es selten Räume, wo Mädchen sich bei Bedarf waschen können. Erschwerend kommt hinzu, dass das Thema äußerst schambehaftet ist. In Äthiopien wissen nur knapp 40 Prozent der Schulmädchen vor ihrer ersten Monatsblutung darüber Bescheid, entsprechend ist die Menstruation vielen peinlich, und sie verkriechen sich zuhause. Glücklich sind die Mädchen, die eine Beratungslehrerin bei sich an der Schule haben, die ihnen im persönlichen Gespräch den natürlichen Vorgang erklärt und sie zu Menstruationsprodukten und Intimhygiene berät.

Doch auch erwachsene Frauen erleben besonders während der Menstruation Einschränkungen: Sie bleiben zu Hause, meiden soziale Kontakte oder schämen sich für etwas doch völlig Natürliches.

Hygiene = Teilhabe = Würde

Frauenhygiene ist ein grundlegender Bestandteil von Gesundheit. Und doch ist sie für viele Frauen leider keine Selbstverständlichkeit und wird so zur Frage von Bildung, Teilhabe und Selbstwert.

MFM installiert Wasserstellen, verbessert den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen und klärt über Körperhygiene auf. Dadurch gewinnen Frauen Sicherheit im Alltag, sie können arbeiten und aktiv am Gemeinschaftsleben teilnehmen.

Um speziell den jungen Mädchen bessere Bildungschancen zu ermöglichen, baut MFM Toilettenhäuschen mit Räumen für die Menstruationshygiene. Häufig wird ein Menstruationsraum errichtet, wo die Schülerinnen sich waschen und umziehen und mit frischen Stoffbinden versorgen können Zudem organisiert MFM Nähmaschinen, Stoff und Garn sowie Workshops mit einem Schneider und Gesundheitsexperten der Regierung. Hier lernen die Mädchen, wie sie die Binden nach der Benutzung in kochendem Wasser mit Seife reinigen.

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