Schutz für Mendeyo
Aufforsten gegen die Flut
Gemeinsam gegen die Fluten
Um der Erosion entgegenzuwirken, Menschen, Tiere und Ernte vor den Fluten zu schützen, forstet Menschen für Menschen in ganz Äthiopien Berghänge und ganze Landstriche wieder auf. So auch im Projektgebiet Borena im äthiopischen Hochland, rund 580 Kilometer nördlich von Addis Abeba. In einem Projekt, finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), wurde 2020 um Mendeyo eine Fläche von 400 Hektar geschützt. Niemand darf dort Feuerholz schlagen oder seine Tiere weiden lassen. Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stiftung legte die Bevölkerung Terrassen an und bepflanzt diese mit Baumsetzlingen. Das darunterliegende Ackerland der Landwirte, auch das von Getu, soll so zukünftig geschützt sein.
Im Dorf selbst unterstützte die Stiftung Getu und die anderen Bewohner beim Anlegen von Gabionen: steingefüllte Stahlkörbe, die die Erosionsgräben befestigen. „Als ich am Kirchengelände sah, wie stabil sie sind, wusste ich, dass mein Zuhause jetzt gut geschützt ist“, sagt Getu. Nicht nur mit den Gabionen, die heute am Rand seines Gartens oberhalb seiner Hütte verlaufen, half Menschen für Menschen ihm und seiner Familie. Sie bekamen Hühner, verbessertes Saatgut für Weizen und Zwiebeln, die Getus Frau auf dem Markt verkaufen kann. Ein Entwicklungsberater zeigte ihnen, wie sie aus getrocknetem Kuhdung Brennstoff herstellen können und stattete sie mit einem holzsparenden Ofen aus. Früher hat Getu oft überlegt, seine Heimat zu verlassen, wegzuziehen, weiter oben auf einen Berg. Diesen Plan hat er verworfen. Er ist glücklich, dass es dank der Stiftung für ihn und seine Familie in Mendeyo wieder eine Zukunft gibt. Ohne Angst vor dem nächsten Regen. „Unsere Gebete wurden erhört.“