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Adane Mekonnen ist Teil der Imker-Kooperative

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von | Aug 30, 2018 | Zukunft zu Hause

Vielen Schulabgängern im ländlichen Äthiopien fehlen berufliche Perspektiven. Auch Adane Mekonnen war vor nicht allzu langer Zeit noch einer von ihnen.

Seine Tage liefen in etwa nach folgendem Drehbuch ab: sich mit Freunden auf der Straße treffen, ein wenig rumhängen und den Tag vorbeiziehen lassen. Vielleicht ein paar Runden Tischfußball, später ein paar Bier. Nicht unbedingt Beschäftigungen, mit denen ein 21-Jähriger langfristig glücklich wird: „Es ist schrecklich, als junger Mensch mit Energie und Tatendrang die Familie nicht unterstützen zu können. Ich fühlte mich machtlos“, sagt der 21-Jährige heute. Eine Ausbildung oder gar den Besuch einer Universität konnte sich Adane, der die 12. Klasse erfolgreich abgeschlossen hatte, nicht leisten. Die Landwirtschaft bot ihm ab und an Gelegenheitsjobs, doch berufliche Optionen gab es für junge Erwachsene in seinem Alter kaum.

Heute blickt Adane nachdenklich auf seinen Bienenkorb. „Viele Jugendliche haben keine Perspektiven. Und ich fürchtete, ich würde auch keine haben.” Dann nahm der junge Mann aus der Kleinstadt Seyo im Projektgebiet Dano das Angebot von Menschen für Menschen an und erlernte das Imkerhandwerk. „Es ist eine riesige Chance“, sagt Adane glücklich. Sein Leben hat sich durch die Teilnahme an der von Menschen für Menschen initiierten Imker-Kooperative grundlegend gewandelt. Es gibt nun wieder einen guten Grund, morgens früh aufzustehen und sich voller Engagement einer geregelten Tätigkeit zu widmen. Er ist einer von 17 jungen Frauen und Männern, die durch die Gründung dieses Start-up-Unternehmens neue Hoffnung geschöpft haben.

„Ich hatte jeden Mut verloren. Doch dieses Projekt hat ihn mir wieder zurückgegeben.“

Adane und zwei Kolleginnen pressen Wachsplatten
In diesen Bienenkästen siedeln die Imker wilde Bienenvölker an

Gemeinsam mit zwei Kolleginnen aus der Imker-Kooperative presst Adane Wabenplatten für die Bienenkästen. In ein Zuhause wie dieses ziehen die Bienen gerne ein.

Die Stiftung unterstützt die junge Generation im ländlichen Äthiopien mit neuen Einkommensquellen. Ziel ist es, die Bauern und jungen Erwachsenen bei der Verwertung und dem Verkauf ihrer Produkte zu unterstützen, also Wertschöpfungsketten aufzubauen. So verkauft die Imker-Kooperative ihren Honig an eine weitere von Menschen für Menschen gegründete Gruppe, die sich um die Reinigung kümmert. Drittes Glied in der Kette ist eine Kooperative, die den Honig in Gläser abfüllt, diese etikettiert und verpackt. Schließlich wird das fertige Produkt von einer vierten Gruppe zu Märkten und Großhändlern in der Region transportiert.

Vorstand Peter Renner besucht die Imker-Kooperative

„So helfen wir den Menschen von den Schätzen ihrer Region zu profitieren, bekämpfen Arbeitslosigkeit und tragen zur Nahrungsmittelsicherheit bei. Der viel beschworene Kampf gegen Fluchtursachen – er beginnt genau hier.“

Peter Renner, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen

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