Askale Abba spricht über ihren Gebärmuttervorfall. Neben ihr sitzt ihre Familie.

UVP – Gebärmuttervorfall

UVP – Gebärmuttervorfall

Durch viele Geburten, schwere körperliche Arbeit, genetische Disposition und fehlende medizinische Vorsorge und Betreuung kann es zu einem Gebärmuttervorfall kommen. Die Gebärmutter senkt sich oder tritt aus dem Körper heraus. Das verursacht extreme Schmerzen. Das passiert nicht nur in Äthiopien, sondern überall auf der Welt.

Frauen aus bergigen Regionen Äthiopiens sind häufig betroffen, denn sie arbeiten körperlich schwer, bekommen viele Kinder und haben häufig keine regelmäßige medizinische Betreuung. Neben starken Schmerzen und bedrohlichen Infektionen bedeuten gynäkologische Krankheiten wie UVP in einigen Ländern zusätzlich soziale Isolation.

Tabus sind ein Gesundheitsrisiko - Wissen ist Schmerzfreiheit

Denn Gynäkologische Erkrankungen sind in vielen Teilen der Welt noch immer ein Tabu. Viele Frauen leben aus Scham und Unwissenheit jahrelang ohne medizinische Hilfe und ziehen sich aus dem öffentlichen Leben zurück, obwohl eine Behandlung möglich wäre. Die richtige medizinische Behandlung kann ihr Leid lindern und ihnen ihre Würde und Lebensqualität zurückgeben.

Aufklärung ist entsprechend wichtig, denn gynäkologische Erkrankungen sind keine Einzelschicksale. Genau hier setzt MFM an: Aufklärung, Schulungen für Gesundheitspersonal und den Zugang zu medizinischen Eingriffen. Frauen erhalten nicht nur eine Behandlung, sie bekommen ihre Bewegungsfreiheit, Würde und Teilhabe zurück.

Viele von ihnen geben ihr Wissen anschließend weiter und ermutigen andere Frauen, sich frühzeitig Hilfe zu holen.

Mehr Infos über UVP