Gemeinsam mit der Bevölkerung bauen wir deshalb Brunnen, Quellfassungen und Auffangbecken für Regenwasser.

Wasserversorgung für die Kleinstadt Ginager

Menschen für Menschen führte ein größeres Einzelprojekt in Asagirt durch: den Aufbau einer kompletten Wasserversorgung für die Kleinstadt Ginager. Unterstützt wurde das Vorhaben durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Immer öfter errichtet Menschen für Menschen Trinkwassersysteme für ganze Städte. Dazu veranlasst uns ein doppelter Trend: In den ländlichen Gebieten Äthiopiens nimmt die Bevölkerung weiter stark zu. Gleichzeitig verbinden neue Straßen auch entlegene Gegenden mit den Städten. Auf der Suche nach Entwicklungsmöglichkeiten verlassen so immer mehr Menschen ihre Dörfer und siedeln sich in größeren Gemeinden und Kleinstädten an. Diese verfügen jedoch nicht über die Infrastruktur, um die zuströmenden Menschen zu versorgen.

Ginager ist der Hauptort des Projektgebiets Asagirt. Obwohl es in der Region Flüsse, Quellen und Grundwasserressourcen gibt, haben die wenigsten ihrer Bewohner Zugang zu sauberem Trinkwasser. So auch die 2.700 Einwohner von Ginager. Wer es sich leisten konnte, erwarb dort Wasser bei Verkäufern in der Stadt. Die weitaus meisten Bewohner bezogen ihr Wasser jedoch aus Quellen in der Umgebung, die nur in mehrstündigen Fußmärschen zu erreichen und oft verunreinigt waren. Verschärft wurde die Notlage durch Hunderte von Kindern aus der Umgebung, die in Ginager die Schule besuchen. Damit sind in dem Städtchen täglich rund 4.000 Menschen mit Wasser zu versorgen.

Ginager Higher Primary School und Higher Secondary School - von Menschen für Menschen erbaut

Ginager Higher Primary School und Higher Secondary School – von Menschen für Menschen erbaut.

Lokale Bevölkerung arbeitet unentgeltlich mit

Eine 1.600 Meter lange Steigleitung führt hinauf zum Wasserreservoir.

Eine 1.600 Meter lange Steigleitung führt hinauf zum Wasserreservoir.

Außerhalb der Stadt wurden drei Quellen eingefasst und – über eine Länge von insgesamt 1.890 Metern – Fallrohre installiert, durch die das Quellwasser in ein Auffangbecken gelangt. Von dort wird es über eine 1.600 Meter lange Steigleitung zu einem Wasserreservoir befördert. Das geschieht mithilfe eines Generators und zweier Pumpen. Bei einem Fassungsvermögen von 75 Kubikmetern sichert das Reservoir die Versorgung der Stadt für mindestens acht Stunden täglich. Es speist acht öffentliche Entnahmestellen und versorgt zusätzlich auch das Gesundheitszentrum des Ortes sowie zwei Schulen. Für das Verteilungsnetzwerk wurden insgesamt über sechs Kilometer Rohre verlegt. Alle manuell ausgeführten Aushubarbeiten und auch das Wiederauffüllen der Gräben nach dem Verlegen der Leitungen übernahm die lokale Bevölkerung unentgeltlich selbst.

Bau des Wasserreservoirs in Ginager

Beim Bau des Wasserreservoirs helfen alle mit.

Zusätzlich wurde ein Gebäude für das Wasserkomitee errichtet. Letzteres wartet und verwaltet die Anlage und legt die Wassergebühren fest. Solange die Stromversorgung über den Generator läuft, kosten 20 Liter 0,5 Birr (etwa 2 Eurocent). Kommt der Strom künftig aus dem öffentlichen Netz, dürfte sich dieser Normalpreis auf die Hälfte verringern. Für arme Einwohner gilt generell ein reduzierter Tarif.

Mardia und ihr glückliches Leben

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So einfach ist es, zu helfen

Schneiderinnenkurs

Für 600 Euro

kann eine Frau an einem Schneiderinnenkurs teilnehmen.

Bodenkonservierungsmaßnahmen mit Gabionen

Für 2.500 Euro

finanzieren Sie einen Kilometer Bodenkonservierung mittels Gabionen.

Quellfassung mit drei Zapfhähnen

Mit 7.500 Euro

finanzieren Sie eine Quellfassung mit Duschen, Tiertränke und Nachtspeicher.