Karte unserer Projektgebiete

Projektgebiete

Lernen Sie unsere zwölf Projektgebiete kennen

Die Stiftung Menschen für Menschen unterstützt Kinder, Frauen und Männer in insgesamt zwölf Projektgebieten im ländlichen Äthiopien. Dabei entstehen je nach Region ganz unterschiedliche Herausforderungen und Bedarfe. Während es im Norden trocken und staubig ist, ist der Westen grün und äußerst fruchtbar. Stets legen wir Wert auf eine enge Verzahnung der verschiedenen Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Dabei binden wir die Bevölkerung konsequent ein und arbeiten gemeinsam mit den Menschen in Äthiopien an einer nachhaltigen Zukunft ihres Landes.

Die nördlichen Projektgebiete

Durch tiefe Täler und hohe Berge führt der Weg von Addis Abeba Richtung Norden in die Projektgebiete Borena, Legehida, Wogdi und Wore Illu. Bergauf und bergab schlängeln sich die staubigen Allwetter-Straßen. Je nördlicher, desto dramatischer wird die Landschaft. Zu den Seiten schießen Steilhänge hinab und man erreicht Höhen von bis zu 2.900 Metern. Das sind die Ausläufer des Rift Valleys, dem Afrikanischen Graben.

Die Menschen, die in kleinen Dörfern in dieser Region leben, sind arm. Es regnet selten, der Boden ist trocken und karg und der Waldbestand ist stark zurückgegangen. Holz wird vor allem zum Kochen und zum Bauen von Häusern benötigt, doch von dem ehemaligen Wald ist kaum noch etwas zu sehen. Wiederaufforstung haben die Menschen hier nie gelernt. Durch den Mangel an Bäumen verliert der Boden an Schutz. Die Folgen sind dramatisch: Regnet es in dieser trockenen Region, kann der Boden das Wasser nicht aufnehmen und es entstehen verheerende Überschwemmungen. Dabei wird die oberste, fruchtbarste Erdschicht hinweggespült und der Boden wird noch ertragloser.

Die Menschen leiden stark unter dem Wassermangel. So ist die Augenkrankheit Trachom aufgrund mangelnder Hygiene stark verbreitet. Bakterien lassen die Augenlider nach innen klappen, sodass die Wimpern auf der Hornhaut scheuern. Dies führt zu starken Schmerzen und sogar zu Erblindung der Betroffenen.

Doch das Potenzial ist groß! Neue Brunnen, Schulungen in verbesserten Anbaumethoden, Wiederaufforstung und holzsparenden Öfen verbessern Stück für Stück die Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region. Ganzjährig wasserführende Flüsse ermöglichen bewässerten Gemüseanbau und neue Schulen geben den Kindern die Möglichkeit, eine solide Bildung zu erhalten.

Die westlichen Projektgebiete

Der Westen ist allgemein um Einiges fruchtbarer als die nördlichen Projektgebiete. Neue Saaten fruchten schnell und tragen bald gute Ernten aus. Wieso ist hier Hilfe notwendig? Trotz der guten Bedingungen sind die Ernten spärlich. Schlechtes Saatgut und fehlendes Wissen über effektive Landwirtschaft halten die Menschen in Mangel- und Unterernährung. So unterstützt Menschen für Menschen die Familien mit Trainings in verbesserten landwirtschaftlichen Anbaumethoden und ertragreicherem Saatgut. Stück für Stück und Ernte um Ernte verbessern sich die Erträge.

Zudem trinken die Familien mit Krankheitserregern verschmutztes Wasser. Sie schöpfen es aus den ungeschützten Wasserlöchern, aus denen ebenso das Vieh trinkt. Durchfall und Magenprobleme sind die Folge. Menschen für Menschen baut eingezäunte Brunnen, aus denen die Kinder und Frauen sauberes Trinkwasser schöpfen können. Wasser holen ist in Äthiopien traditionell Aufgabe der Frauen.

Um das Einkommen der Familien zu verbessern und für schlechte Zeiten vorzubereiten – wie aktuell der ausbleibende Regen in Äthiopien – bieten wir beispielsweise Imker-Kurse an. Die alten Methoden lieferten einen geringen Ertrag und waren zudem für die Bauern aufgrund der vielen Stiche lebensgefährlich. Moderne Bienenstöcke verbessern die Qualität und Quantität des Honigs und die Menschen werden nicht mehr so oft gestochen.

Zudem setzen wir Maßnahmen in den Bereichen Bildung und Gesundheit um. So bauen wir neue Schulen, führen Impfkampagnen und Trachom-Operationen durch.

Die nord-westlichen Projektgebiete

Die Menschen in den nord-westlichen Projektgebieten sind von den Erträgen ihrer meist zu kleinen Felder abhängig. Die starke Entwaldung in der Region stellt die Bewohner vor besonders große Herausforderungen. Die Böden sind nicht mehr fruchtbar und die starke Erosion führt dazu, dass immer mehr Felder unbrauchbar werden. Das Fehlen von Wäldern hat auch zur Folge, dass natürliche Quellen versiegen. Zwar gab es in der Vergangenheit immer wieder Bestrebungen das Land aufzuforsten, doch fehlte es der Bevölkerung am nötigen Wissen, die Maßnahmen umzusetzen. Zudem mangelte es an Baumsetzlingen, die dafür in großer Anzahl benötigt werden.

Wiederaufforstung in Kundudu

Im Osten Äthiopiens liegt Kundudu, unser größtes laufende Wiederaufforstungs-Projekt. Noch in der Kaiserzeit war diese Region ein Naturschutzgebiet und ein beliebtes Touristenziel. Aufgrund von Erosion sind jedoch viele Wasserstellen versiegt und die wilden Tiere sind verschwunden. Erfahren Sie wie wir gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort in nur wenigen Jahren wieder ein fruchtbares Umfeld für Mensch und Tier geschaffen haben.

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