Projektgebiet Nono Selle

Lage

1984/85 siedelte die äthiopische Regierung unter großen menschlichen Verlusten hunderttausende Menschen aus den trockenen Regionen Tigray und Wollo im Norden nach Illubabor (regionale Hauptstadt Mettu) im fruchtbaren Südwesten um. Mehr als 85.000 ihrer Heimat entwurzelte Menschen standen in Illubabor vor dem Nichts. 1985 startete Menschen für Menschen dort ein groß angelegtes integriertes ländliches Entwicklungsprogramm, das die Stiftung im Jahr 2007 auf Nono Selle (30.000 Einwohner) und Borecha (72.300 Einwohner) ausweitete.

Projektlaufzeit: 2007-2012
Bevölkerung
: ca. 30.000
Hauptort der Region: Mettu

Projektziele

Im Vordergrund der geplanten Aktivitäten stand die Verbesserung der Infrastruktur für die gesamte Bevölkerung: der Bau von Straßen, Brücken, Schulen, Krankenstationen und Polikliniken, Getreidemühlen und Wasserstellen. Auch die Frauenförderung stand im Zentrum der Projektaktivitäten, da eine nachhaltige sozio-ökonomische Entwicklung ohne eine aufgewertete Stellung der Frau in der äthiopischen Gesellschaft nicht möglich ist. Hierzu gehören, neben Aktivitäten gegen schädliche Traditionen auch Programme zur Familienplanung und die Vergabe von Einkommen schaffenden Kleinkrediten. Zentraler Leitgedanke ist hier, wie in allen Projekten von Menschen für Menschen, die aktive Mitarbeit der Bevölkerung an allen Maßnahmen, die der Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse dienen.

Erfolge

Ein Auszug:

  • Vier Schulneubauten
  • 638 Teilnehmer an Alphabetisierungskampagne
  • 24 Wasserstellen (Pumpbrunnen und Quellfassungen)
  • Verteilung von 150.000 Baumsetzlingen
  • Verteilung von 850 modernen Bienenkörben
  • 1.526 holzsparende Lehmöfen in Haushalten
  • eine Brücke

Impressionen