Gemüse statt Süßigkeiten. Durch nachhaltige Landwirtschaft sichern wir die Ernährung der Bauernfamilien in Äthiopien.

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Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung

 

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Über 80 Prozent der Äthiopier leben von der Landwirtschaft. Doch was Felder und Vieh einbringen, reicht oft kaum aus, um die eigene Familie zu ernähren. Gemeinsam mit den Bauern will Menschen für Menschen die landwirtschaftliche Produktivität steigern. Neben der gemeinsamen Umsetzung effektiver Anbaumethoden stellen wir Hilfsmittel wie besseres Saatgut, einfache Bewässerungsanlagen oder Hühner, die mehr Eier legen, bereit. Zudem gehen wir gemeinsam mit den Bauern Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Ressourcen an, durch die die Erosion und das Auslaugen der Böden verhindert werden soll. Denn genügend fruchtbare Acker- und Weideflächen bedeuten auch: genug Nahrungsmittel für die Bauern und Hirten und ihre Familien. Viele von ihnen können auf diese Weise sogar neue Einkommensquellen durch den Verkauf von Erzeugnissen auf dem Markt erschließen.

Wo liegen die Probleme?

 

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Kleinparzellierte Anbauflächen
Die Ackerflächen gehören dem äthiopischen Staat. Jeder Familie steht circa ein Hektar zur landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Dieses Land wird von Generation zu Generation an die Kinder weitergegeben, so dass die Parzellen immer kleinteiliger werden und kaum mehr genügend zum Überleben abwerfen.
Fortschreitende Erosion
Starker Regen fügt Feldern und Weideland Schaden zu, vor allem, wenn das Land gerodet oder überweidet ist und keine Bäume, Büsche oder Gräser die talwärts stürzenden Wassermassen bremsen. Die Fluten schwemmen wertvollen Mutterboden fort und fräsen im Laufe der Zeit tiefe Gräben ins Land, die den Ackerbau zusätzlich erschweren.
Veraltete Anbaumethoden
Das wenige zur Verfügung stehende Land wird meist zu intensiv und einseitig genutzt. Die Bauern verwenden über Jahre hinweg einen Teil ihrer Ernte für die nächste Aussaat. Den Bauern mangelt es zudem an Kenntnissen über Fruchtwechsel und Kompostierung. Bis heute säen die Farmer lediglich einmal pro Jahr aus.
Dürre bzw. unregelmäßiger Regen
Ein weiteres Problem sind die Dürreperioden und unregelmäßige Regenfälle, die immer wieder die Ernten bedrohen. Unregelmäßige Niedersschläge schaden insbesondere dem Getreideanbau. Regenunabhängige Feldfrüchte sind den meisten Bauern unbekannt – ebenso einfache Bewässerungsmethoden.
Fehlender Zugang zu Saatgut
Die Landwirte bauen hauptsächlich Getreide (Teff, Sorghum, Mais, Weizen und Hafer) an. Gemüseanbau ist in den ländlichen Regionen weitgehend unbekannt und beschränkt auf Pfeffer- und Chilischoten sowie Zwiebeln. Zugang zu wetterunabhängigem und resistentem Saatgut haben die Bauern nicht.
Ernteverlust durch falsche Lagerung
Unsachgemäße Lagerung und Schädlingsbefall sorgen weiterhin für Ernteverluste bei den Bauern. Getreidespeicher stehen meist direkt auf dem Boden, wodurch Feuchtigkeit eindringen kann. Bis zu 30 Prozent der Ernte verrottet und geht dadurch verloren. Ratten und Ungeziefer machen sich ebenso an der ungeschützten Ernte zu schaffen.
Unproduktive Tiere
Neben dem Anbau und Verzehr von Getreide leben die Bauern von der Viehzucht. Lokale Hühner und Kühe jedoch sind wenig produktiv und weisen nur geringe körperliche Masse auf. Des Weiteren lassen die Bauern ihre Tiere auf offenen Flächen weiden. Die Folge: durch die Abgrasung verliert der Boden auch seinen letzten Schutz vor Abschwemmung.

Wie Sie helfen können

 

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Erfahren Sie mehr darüber, welche Maßnahmen Menschen für Menschen vor Ort umsetzt und wie Sie durch Ihre Spende den Bauernfamilien in unserem Projektregionen helfen können.

Holzsparender "grüner" Ofen

Holzsparender "grüner" Ofen

 

7 €

 

Der holzsparende „grüne“ Ofen, den Menschen für Menschen an die Frauen verteilt, verbraucht nicht nur deutlich weniger Holz und schont damit die Umwelt, auch erleichtert der Green Stove das Kochen ungemein. Er sorgt damit für eine nachhaltige Art des Kochens.

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Bäuerin Addisi Guso in der Siedlung Menider Sost präsentiert frisch geerntete Süßkartoffeln

Gemüsesaatgut inklusive Training

 

17 €

Unsere Entwicklungsberater zeigen den Frauen in speziellen Trainings, wie sie das Saatgut anpflanzen und was sie bei der Aufzucht beachten müssen. Heute wachsen in vielen Gärten unserer Bauern Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Kohl, Mangos, Bananen, Kaffee und vieles mehr.

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Bauern arbeiten gemeinsam an der Terrassierung der Hänge

Werkzeug zur Terrassierung

 

25 €

 

für einen Bauer pro Jahr. Dank der Terrassen an Hanglagen, kann bei starken Regenfällen das Wasser so in den Boden einsickern.

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Landwirtschaftliches Training direkt im Feld

Landwirtschaftliches Training

 

35 €

 

für fünf Personen. Um die Fähigkeiten und das Wissen der Bauern zu erweitern, organisiert Menschen für Menschen regelmäßig Trainingseinheiten direkt im Feld. Themen sind beispielsweise Bodenkonservierung oder Viehhaltung.

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Kurs zur Gemüsezubereitung

Kurs zur Gemüsezubereitung

 

50 €

 

für zehn Frauen. Durch regelmäßig stattfindende Kochtrainings wird den Bäuerinnen gezeigt, wie sie aus den Gemüsesorten auf ihren Feldern gesunde und wohlschmeckende Speisen zubereiten können.

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Hühnerset bestehend aus einem Hahn und vier Hühnern

Hühnerset (5 Hühner + 1 Hahn)

 

35 €

 

Menschen für Menschen verteilt daher an die Bauern in unseren Projektgebieten „verbesserte“ Hühner. Ziel ist es, die verbesserten Hühner mit den lokalen zu kreuzen und somit eine resistente und zugleich produktive Hybridrasse herauszubilden.

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Hühnerset und Training zur Haltung der Hühner

Hühnerset inklusive Training

 

50 €

 

Voraussetzung für den Erhalt eines Hühnersets, bestehend aus fünf Hühnern und einem Hahn, ist die Teilnahme der Bauern an einem Training. Dort lernen die Bauern, wie man ein artgerechtes Hühnerhaus baut und was man beim Futter beachten muss.

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Mehr und qualitätiv besserer Honig dank verbesserter Bienenkörbe

Verbesserte Bienenkörbe

 

60 €

 

Menschen für Menschen schult die Bauern, wie sie einen verbesserten Bienenkorb selbst bauen können. Dieser liefert 15-20 Kilogramm Honig. Die meisten der rund fünf Millionen Bienenstöcke in Äthiopien sind „traditionelle Bienenstöcke” mit einem Ertrag von etwa 5-6 Kilo Honig pro Ernte.

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Obstbaumsetzlinge verbessern die Ernährung der Bauernfamilien

100 Obstbaumsetzlinge

 

140 €

Abhängig von den klimatischen Bedingungen im jeweiligen Projektgebiet, verteilt Menschen für Menschen unterschiedliche Obstsorten an die Bauern. Im Tiefland gedeihen vornehmlich Mango, Papaya oder Ananas.

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Tiefwurzelndes Vetivergras stabilisiert den Boden

1.000 Vetivergrasbüschel

 

80 €

 

Maßnahmen wie das Pflanzen des tiefwurzelnden Vetivergrases, die Terrassierung der Hänge oder der Einsatz von Gabionen tragen zu einer Verbesserung der Bodenqualität bei.

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Mit Steinen gefüllte Drahtkörbe stabilieren die Hänge und schützen vor Abschwemmung

Bodenkonservierung mit Gabionen

 

2.500 €

 

für 1 Kilometer. Menschen für Menschen errichtet mit den Dorfbewohnern steinerne Talsperren. Oberhalb dieser „Gabionen“ staut sich das abflie­ßende Wasser. Das Erdreich bleibt wie in einem gigantischen Sieb hängen.

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Stories

 

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Bäuerin Merdia Adem mit ihren gekreutzten Hühnern
Ein vorbildlicher Bauernhof

Menschen für Menschen verteilt je fünf Hühner und einen Hahn zu subventionierten Preisen an die Bauern. Merdia Adem führt heute eine Bilderbuch-Hühnerzucht und hat sogar einen Landwirtschaftspreis gewonnen.

 Bauernpaar Hussen Endere (45) und Fatima Hussen (38)
Lebenswichtige Bodenschätze

Menschen für Menschen schult äthiopische Bauern im Anbau und in der Zubereitung von Gemüse, das ihren Speiseplan bereichert – und auf den Märkten gute Preise erzielt.

Unsere Maßnahmen

Menschen für Menschen setzt in den ländlichen Gebieten zahlreiche Maßnahmen im Schwerpunktbereich Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung um, die im Zusammenspiel die Ernährungssicherheit einer ganzen Region verbessern. Die Bauernfamilien werden so in die Lage versetzt, Vorräte anzulegen und sich für Ernteausfälle abzusichern.

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Landwirtschaftliche Trainings für Bauern

Zu Beginn der Arbeit von Menschen für Menschen werden Aufklärungskampagnen für alle Mitglieder einer Gemeide angeboten. Dort erfahren die Bauern, wie ihre landwirtschaftiche Produktion verbessert werden kann, welche Rolle neue Anbaumethoden, verbessertes Saatgut und zusätzliche Feldfrüchte spielen. In Trainings zeigen die Entwicklungsberater von Menschen für Menschen, wie Felder etwa durch Fruchtwechsel, Kompostierung und Gemüseanbau mehr Ertrag abwerfen. Zudem helfen unsere Mitarbeiter dabei, Kanäle zur Bewässerung der Felder zu bauen. Mutige Bauern, sog. Modellbauern, kommt eine Vorbildfunktion zu. Durch ihren Erfolg lassen sich skeptische Nachbarn von den neuen Anbaumethoden überzeugen.

Legestärkere Hühner und produktivere Kühe

Lokale Hühner legen knapp 60 Eier pro Jahr, die “verbesserten” bis zu 250. Zudem haben sie mehr körperliche Masse. Dafür ist das lokale Geflügel resistenter gegenüber Krankheiten. Um sich diese positiven Eigenschaften anzueignen, verteilt Menschen für Menschen legestarke Hühner, die sich mit dem lokalen Geflügel kreuzen sollen. Die daraus entstehenden Hybride, sind resistent, zugleich aber kräftiger und legefreudiger als die lokalen Hühner. Vorab bietet die Äthiopienhilfe für interessierte Frauen Kurse an, die ihnen die Anforderungen einer modernen Viehzucht näherbringen. So lernen sie etwa den Bau von Ställen, das artgerechte Füttern der Tiere oder dass Kühe in Ställen gehalten werden sollten, damit sie Fleisch ansetzen.

Baumschulen zur Produktion von Setzlingen

Bis heute hat Menschen für Menschen 631 Baumschulen aufgebaut. Dort werden Setzlinge von Mischbäumen, Obst, Kaffee und Gräser herangezogen, die später an die Bauern verteilt werden. Bereits über 200 Milllionen Setzlinge konnten so an die Farmer abgegeben werden. Bei den Aufforstungsprogrammen setzt Menschen für Menschen auf einheimische Pflanzen wie den Ostafrikanischen Wacholder und den Afrikanischen Ölbaum. Sie sind robuster und gedeihen unter den lokalen Bedingungen gut. Abhängig von den klimatischen Bedingungen im jeweiligen Projektgebiet, werden unterschiedliche Obstsorten angebaut und verteilt. Im Hochland etwa Apfelbaumsetzlinge, im Tiefland gedeihen vornehmlich Mango, Papaya oder Ananas.

Erosionsbekämpfung und Wiederaufforstung

Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts war Äthiopien noch zu 40 Prozent bewaldet. Heute sind es gerade einmal elf Prozent. Die wachsende Bevölkerung benötigt Anbauflächen und Holz zum Kochen sowie für den Hausbau. In Kampagnen erklären Entwicklungsberater den Zusammenhang zwischen Abholzung und Erosion und verdeutlichen die Notwendigkeit, den Waldbestand zu erhalten. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden abgewaldete Gebiete durch Anpflanzung der Setzlinge aus den eigenen Baumschulen wieder aufgeforstet. Zudem unterstützt Menschen für Menschen die Bemühungen der Regierung, an Hanglagen Terrassen zu errichten. Bei starken Regenfällen kann das Wasser so in den Boden einsickern.

Anlegen von Kleingärten

Menschen für Menschen schult insbesondere Frauen im Anlegen von Kleingärten im Hinterhof. Durch den Anbau von Gemüse ist es der Familie möglich, sich ausgewogener und gesünder zu ernähren. Aus den Ernte-Überschüssen können die Bauern zusätzliches Einkommen auf dem Markt generieren.

Einführung verbesserter Bienenkörbe

Traditionelle Bienenkörbe bestehen aus ausgehöhlten Baumstämmen, die hoch in den Baumwipfeln aufgehängt werden. Der Honig ist meist stark mit Wachs vermischt, der Ertrag liegt gerde einmal bei 5-7 Kilogramm pro Beute. Menschen für Menschen schult die Bauern, wie sie einen verbesserten Bienenkorb selbst bauen können. Dieser liefert 15-20 Kilogramm Honig. Moderne Bienenkörbe liefern bis zu 35 Kilogramm Honig. Zudem unterrichten unsere Entwicklungsberater die Imker, wie sie die Honigernte bewerkstelligen und weche Schutzkleidung sie tragen sollen.

Stories

 

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Modellbauer Seid Yiman und seine Familie

Entwicklung: vorbildlich!

Mutige Bauern, wie Seid Yimam, die Neuerungen gegenüber aufgeschlossen sind, fungieren als Modellfarmer und werden intensiv gefördert. Durch ihre Erfolge finden sich in den Dörfern schnell Nachahmer.

Bau eines holzsparenden Ofens

"Fortschritt kann so einfach sein"

Unsere Green Stoves, die Zementherde sind raucharm. Außerdem kommen sie mit wesentlich weniger Brennstoff aus. Also müssen die Frauen viel seltener in den Busch, um Brennmaterial zu sammeln.

Bauer und Bienenzüchter Yissa Amare im Dorf Sese

Honig hat unser Leben verändert

Um die Honigproduktion sicherer und ertragreicher zu machen, führt Menschen für Menschen Imkerkurse durch und gibt moderne Bienenstöcke zu einem subventionierten Preis an Kleinbauern ab.

Wasser

 

In unserem Schwerpunktbereich Wasser und Hygiene erklären wir, mit welchen Problemen die Menschen in den ländlichen Gebieten Äthiopiens täglich zu kämpfen haben und wir wir ihnen etwa durch den Bau von Brunnen helfen.