Projektgebiet Erer-Tal

Lage

Im Januar 1982 begann Karlheinz Böhm mit diesem ersten Projekt in Äthiopien. 3.200 Halbnomaden, die im Zuge der Kriegswirren während des Ogadenkonfliktes und aufgrund der Dürresituation in Flüchtlingslagern in Babile und Jijiga in Ost-Hararghe Zuflucht gefunden hatten, wurden in diesem Rahmen unterstützt.

Projektlaufzeit: 1982-1996

Erfolge

Vier neue Dörfer Namens Nagaya, Biftu, Abdi und Ifa wurden geschaffen, indem auf dem Gelände einer abgewirtschafteten Staatsfarm bewässerte Felder, Gemüse- und Obstgärten und Baumschulen eingerichtet wurden. Wegen der häufig wiederkehrenden Dürreperioden musste in den ersten Jahren noch häufig Nahrungsmittelhilfe finanziert werden. Neue Bewässerungssysteme und Verbesserungen auf landwirtschaftlicher Ebene schufen jedoch bald Abhilfe: 1989 konnte das zunächst genossenschaftlich organisierte Getreideanbaugebiet, ein Jahr später auch die Gemüseproduktion privatisiert werden. Hand in Hand mit den landwirtschaftlichen Maßnahmen, die einen raschen Übergang zur Selbstversorgung ermöglichten, trugen vielfältige Aktivitäten auf den Gebieten der medizinischen Versorgung, der Bildung- und Ausbildung sowie Einrichtungen zur Verbesserung der Infrastruktur zur Erhöhung des allgemeinen Lebensstandards bei.

Neben den Hoffnung gebenden Fortschritten gab es leider auch tragische Rückschläge, wie etwa die bürgerkriegsbedingte Unterbrechung der Projektarbeit in den Jahren 1991 – 92. Der schmerzhafteste war der Verlust von drei Menschen für Menschen-Mitarbeitern, vier Bauern und drei Kindern, die im Mai 1994 mit einem Klein-Lkw auf eine Mine auffuhren und von der Explosion getötet wurden. Doch der Glaube an eine bessere Zukunft für alle ließ Bauern und Menschen für Menschen-Mitarbeiter alle Rückschläge überwinden, um gemeinsam Schritt für Schritt weiterzugehen.

Erweiterung der Projektregion

Bereits vor Übergabe des Erer-Tal Projektes dehnte Menschen für Menschen seine Aktivitäten auf das benachbarte Erer-Hochland aus. Der Schwerpunkt liegt hier in der Bodenkonservierung, Landrückgewinnung durch Wiederaufforstung, Wasserversorgung und der allgemeinen Verbesserung der Lebensbedingungen der Farmer und ihrer Familien.

Erfolge in Zahlen

  • 3 Schulneubauten
  • 30 Wasserstellen
  • 3 Gesundheitsinstitutionen und 1 Klinik
  • 7,1 Millionen verteilte Baumsetzlinge

Impressionen