Menschen für Menschen weist auf den Münchner Stiftungsfrühling hin.

Besonders die jungen Äthiopier hoffen auf eine besssere Zukunft in ihrem Land

 

Christian Ude fordert „gerade jetzt“ mehr Unterstützung für Äthiopien

München/Wiesbaden/Düsseldorf, 3. April 2019. In Gesprächen mit Journalisten in Wiesbaden (1. April) und in Düsseldorf (2. April) hat Christian Ude, Münchens Alt-Oberbürgermeister und Vorsitzender des Stiftungsrates von Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe auf den seit einem Jahr deutlich sichtbaren und rasanten Wandel in Äthiopien hingewiesen sowie gleichzeitig mehr Unterstützung für das Land gefordert.

“Wenn wir wollen, dass Äthiopien weiter friedlich bleibt und demokratischer wird, wenn wir wollen, dass Äthiopien zu einem stabilen Faktor in Afrika wird und wenn wir wollen, dass es den Menschen dort langfristig besser geht, dann braucht Äthiopien gerade jetzt unsere Hilfe“, betonte Christian Ude. „In Äthiopien gibt es, seit dort der Premierminister Abiy Ahmed Ali regiert, einen wahrnehmbaren Wandel. Diese positive Entwicklung müssen wir aus Deutschland und Europa unterstützen. Ich bin überzeugt, dass eine effektive und abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit – auf Augenhöhe und unter Mitwirkung der Betroffenen – nachhaltige Perspektiven für die Bevölkerung vor Ort schaffen und fördern kann.“

Die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe leistet seit über 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Menschen für Menschen setzt dabei auf das ganzheitliche und nachhaltige Prinzip der sogenannten „integrierten ländlichen Entwicklungsprojekte“ und engagiert sich in den Bereichen Landwirtschaft, Bildung, Wasser, Gesundheit und Einkommen. Christian Ude betonte: „Die Projekt- und Leistungsbilanz von Menschen für Menschen kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. So gehen täglich rund eine halbe Million Schüler in eine der 435 von Menschen für Menschen gebaute Schule. Über 100 Gesundheitsstationen, Polikliniken und Krankenhäuser wurden gebaut oder erweitert. Mehr als 2.500 Wasserstellen (Pumpbrunnen und Quellfassungen sowie Wasserreservoire) versorgen beständig weit über 750 000 Menschen mit sauberem Trinkwasser. Und 230 000 000 gepflanzte Baumsetzlinge verbessern langfristig und anhaltend die Lebensbedingungen der Menschen und der Tiere.“

Neue Arbeitsplätze

Ein großes Problem in Äthiopien ist die hohe Arbeitslosigkeit Jugendlicher. Nach Schätzungen ist nahezu jeder vierte junge Mensch zwischen 15 und 24 Jahren in Äthiopien ohne eine feste Beschäftigung. “Wir werden deshalb neue Schwerpunkte in unserer Arbeit setzen”, erklärte Dr. Sebastian Brandis, Sprecher des Vorstands von Menschen für Menschen. Geplant sei die stärkere Förderung von sogenannten Kooperativen, zum Beispiel im Bereich der Honig- oder Speiseölproduktion, um damit die einzelnen Aktivitäten einer Wertschöpfungskette in einer Region auf- und auszubauen.

Unternehmen und Engagement sind notwendig

“Staatliche Maßnahmen allein werden langfristig allerdings nicht ausreichen, die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika dauerhaft zu ändern. Wir brauchen Unternehmen und Organisationen, die einen echten Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit vor Ort leisten“, so Sebastian Brandis. Als Beispiel für einen solchen Beitrag nannte er die Aktion „Spitzenköche für Afrika“, die von dem Meerbuscher Unternehmer Ralf Bos und dem Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann initiiert wurde. Seit 2008 unterstützen zahlreiche Top-Gastronomen in Deutschland mit Aktionen und Veranstaltungen diese Initiative, die wiederum die Spendengelder für den Bau von Schulen durch die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe bereitstellt. Bisher konnten bereits sieben Schulen in Äthiopien gebaut werden. Saskia Bos, die Veranstaltungen von „Spitzenköche für Afrika“ zur Spendengewinnung in Deutschland koordiniert, war vor wenigen Monaten bei der Eröffnung der Ijaji Higher Primary School selbst in Äthiopien. Sie sagt: „Es war unbeschreiblich zu sehen, dass unsere Hilfe nicht nur ankommt, sondern auch wundervoll umgesetzt wird. Die Freude der Mädchen und Jungen mitzuerleben hat mich sehr berührt und ich bin dankbar, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann. Diese Erfahrung hilft mir dabei, mich noch mehr für unsere Initiative einzusetzen.“

In Wiesbaden wiesen der Unternehmer Theo Baumstark und der ehemalige Wiesbadener Oberbürgermeister Dr. Helmut Georg Müller darauf hin, dass sich auch die europäischen Unternehmen und die Kommunen intensiver an der Hilfe für Äthiopien beteiligen müssten. Nur dies führe zu einer dauerhaften Vermeidung von Fluchtursachen.

Informationen über die Stiftung Menschen für Menschen gibt es auch bei Facebook, Twitter, YouTube und Instagram

Spendenkonto
Stiftung Menschen für Menschen
Stadtsparkasse München
IBAN: DE64701500000018180018
SWIFT (BIC): SSKMDEMM
Online: www.menschenfuermenschen.de

 Über Menschen für Menschen

Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit rund 650 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

Spendenkonto

Stiftung Menschen für Menschen
Stadtsparkasse München
IBAN: DE64701500000018180018
SWIFT (BIC): SSKMDEMM

Pressekontakt
Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe
Lisa-Martina Kerscher
Brienner Straße 46
80333 München, Deutschland

E-Mail: lisa.kerscher@menschenfuermenschen.org
Tel:  +49 89 383979-87
Fax: +49 89 383979-70