Schülerinnen in einer von Menschen für Menschen gebauten Schule in Borecha.

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe übergibt Projektgebiet Borecha an die Bevölkerung

 

München / Äthiopien, 19. Februar 2018. Die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe beendet nach 11-jähriger Tätigkeit ihre Arbeit in dem Projektgebiet Borecha. Die Region, in der rund 85.000 Menschen leben, liegt rund 500 km südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba. Ziel der langfristig angelegten ländlichen Entwicklungsprojekte von Menschen für Menschen ist es, die Lebensbedingungen der Bevölkerung in einer Region nachhaltig zu verbessern, und die Bewohner von Beginn an in alle Planungen einzubinden.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in unserem Projektgebiet durch unsere Arbeit Tausenden von Menschen zu einem besseren Leben verhelfen konnten. Es ist nun Zeit, dass die Menschen in Borecha die weitere Entwicklung in der Region selbst in die Hand nehmen und weiterhin eigene Aktionen zur Verbesserung ihrer Einkommens- und Lebenssituation umsetzen“, erklärt Peter Renner, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen und u. a. zuständig für die Projektarbeit in Äthiopien. „Wir sind sicher, dass die Menschen in Borecha unsere begonnenen Maßnahmen erfolgreich fortsetzen werden.“

Mehr als elf Jahre nach Beginn der Projektarbeit in Borecha sind die Erfolge sicht- und messbar. Eine umfassende Analyse hat ergeben, dass sich durch die Arbeit von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe die Lebensbedingungen der Menschen in der Region Borecha nachhaltig positiv verändert haben. So wurden beispielsweise neun Millionen Baumsetzlinge verteilt, fast 400 Hektar Land wieder aufgeforstet. Lebten bis 2007 noch 71 Prozent der Bevölkerung von Wasser aus Flüssen und verschmutzten Tümpeln, haben heute – dank 131 neu gebauter Wasserstellen – 71 Prozent der Menschen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. 14 neue Schulen wurden gebaut, mehr als zehntausend Teilnehmer nahmen an Alphabetisierungskursen teil, und mehr als tausend Mikrokreditnehmerinnen haben ihre Bildungs- und Einkommenssituation deutlich verbessert.

Hilfe zur Selbstentwicklung

Aufgrund der Erfolge kann die Organisation das Projekt nun an die Bevölkerung und an die lokalen Behörden übergeben. Aber auch nach der Übergabe eines Projekts besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig die ehemaligen Projektgebiete. Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe bleibt für die Menschen vor Ort ansprechbar und die laufenden Maßnahmen werden weiterhin evaluiert.

Seit 1981 haben in Äthiopien nahezu sechs Millionen Menschen von den Maßnahmen der Stiftung mit dem Ansatz „Hilfe zur Selbstentwicklung“ profitiert. Das ganzheitliche Prinzip der sogenannten integrierten ländlichen Entwicklungsprojekte von Menschen für Menschen setzt dabei auf die Bereiche Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen.

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