Jamila Mohammed mit ihren neuen Hühnern

Jamila Mohammed mit neuen Hühnern. Für eine bessere Zukunft in Äthiopien.

Hühner für bessere Ernährung und für einen Zuverdienst der Familien

München/Kake (Äthiopien), 9. November 2017. Es gackert und kräht überall in der äthiopischen Region Dale Wabera. Hühner gehören hier nahezu auf jeden Hof. Eier legen die heimischen Arten aber wenige. Das „Hühnerset“ der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ändert das. Diese legen im Vergleich zu den herkömmlichen Hühnern bis zu fünf Mal so viele Eier. Eine wertvolle Bereicherung für die Ernährung und für ein kleines Einkommen abseits der Landwirtschaft. Auch Jamila Mohammed setzt auf die Hilfe im Federkleid.

Freudiger Empfang auf dem Gelände der regionalen Projektzentrale der Äthiopienhilfe in Kake. Erwartet werden: Großstadthühner. Hochgewachsen, kräftig, legefreudig. Anschließend wird die begehrte Fracht verladen und zu den Familien auf die Dörfer gebracht. Zehn Kilometer weiter wartet auch Jamila Mohammed darauf, ihre neuen gefiederten Haustiere kennenzulernen: Vier Hennen und ein stolzer Hahn werden auf ihren Hof in Jaro Chaffe einziehen.

Bislang hatte die 35-Jährige wenig Freude mit ihren Hühnern. Ihre kleinen, zähen Tiere legten mit etwas Glück ein winziges Ei in der Woche. Und weil sie überall frei herumliefen, waren sie leichte Beute für Greifvögel und streunende Hunde. So fehlte häufig eins, wenn die Bäuerin am Abend nachzählte.

So wie Jamila Mohammed geht es vielen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in der Region Dale Wabera. Mit den neuen Hühnern ändert sich das. Die Äthiopienhilfe kauft die Tiere in Addis Abeba (der Hauptstadt von Äthiopien) und gibt sie als „Starthilfe“ günstig an die Familien. Die Hühner haben nicht nur mehr Fleisch auf den Knochen als die lokalen Arten. Sie legen auch gut fünf Mal mehr Eier – ein wertvolles Plus für Speiseplan und Geldbeutel. Die Idee der Hilfsorganisation reicht aber weiter. „Wir wollen, dass sich unsere Tiere mit den hiesigen Arten kreuzen“, erläutert Landwirtschaftsexperte Zerihun Gezahegn von Menschen für Menschen. „Die heimischen Hühner haben nämlich einen Vorteil: Sie sind viel besser an die Umwelt angepasst. Die neue Züchtung soll dann leistungsfähig und robust zugleich sein.“

Vorbereitung auf die Geflügelschar

Soweit der Plan. Nicht immer laufe das aber reibungslos, räumt der Projektleiter ein: „Die lokalen Hennen sind oft zu klein für die kräftigen Hähne. Vor allem aber neigen die neuen Hühner dazu, sich schneller mit Krankheiten anzustecken, als wir dachten.“

Den Familien verlangt die Haltung also viel ab. Die Hühner bekommen sie deshalb erst, wenn sie einen Stall mit eingezäuntem Auslauf gebaut haben und einen speziellen Kurs besucht haben. „Wir unterstützen die Bäuerinnen und Bauern und beraten sie beim Bau artgerechter Hühnerhäuser. Außerdem lernen sie in unseren Schulungen, wie sie die Hühner so halten, dass sie sich gut entwickeln.“

In Jaro Chaffe ist Jamila Mohammed jetzt gut auf ihre Geflügelschar vorbereitet. Allein um das spezielle Training zu besuchen, lief sie die drei Stunden bis nach Kake an vier Tagen. Den Fußmarsch nahm sie gern auf sich. „Ich weiß jetzt, dass sich meine Hühner am liebsten in ihrem neuen Stall aufhalten und wie ich sie mit besonderem Futter viel besser versorgen kann“, erzählt sie stolz.

Gute Tipps hat auch ihre Freundin Addidi Guso für sie. Denn die Hennen von Familie Lamu sind inzwischen nicht nur gut genährt mit einem dichten, gesunden Gefieder. Allein mit dem Verkauf der Eier verdient die Mutter in der Woche fast 100 Birr (entspricht derzeit rund 3 Euro). Ihr Geheimnis für besonders große Eier ist etwas Sesam, das sie in das Futter mischt.

Jamila möchte all das Gelernte selbst versuchen. Das Gackern auf ihrem Hof sei jetzt auch Vergnügen. Es klingt nach einer besseren Zukunft für sie und ihre Familie in Jaro Chaffe.

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Pressekontakt
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Brienner Straße 46
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