
"Spitzenköche für Afrika" – Delikatessenspezialist Ralf Bos und Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann bauen Schulen in Äthiopien.
Dem dreifachen Familienvater Bos ist soziales Engagement ein großes Anliegen. Im September 2008 wettete er gemeinsam mit Eckart Witzigmann gegen Almaz und Karlheinz Böhm, dass sie es schaffen würden, in 100 Tagen genug Geld für den Bau einer Schule in einer besonders armen Provinz Äthiopiens zu spenden. Es gelang den 120 deutschen und österreichischen Spitzenköchen mit individuellen Aktionen in ihren Restaurants über 265.000 Euro für den Bau der Gordom Higher Primary School zu sammeln. 600 Kinder können nun in der Ortschaft Didu eine Schule besuchen.
Angespornt von diesem Ergebnis haben sich Ralf Bos und Eckart Witzigmann entschlossen, die Spenden-Aktion in eine langfristige Initiative für die Bildung von Kindern in Äthiopien zu überführen. Bereits die dritte Schule wurde dank ihrer Hilfe eröffnet. "Top-Gastronomen haben ein großes Herz. ‚Spitzenköche für Afrika‘ will der Stiftung von Karlheinz Böhm helfen, weitere Bildungsprojekte für benachteiligte Kinder aufzubauen", so Ralf Bos.
Interessierte Gastronomen sind aufgerufen, sich mit Spenden-Aktionen in ihren Restaurants zu beteiligen. Tipps, Informationen und den aktuellen Eventkalender gibt es auf www.SpitzenkoechefuerAfrika.de
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt Menschen für Menschen im neuen Projektgebiet Borena mit 1,1 Millionen Euro. In diesem nordäthiopischen Gebiet sollen etwa 180.000 Einwohner auf einer Fläche von 980 Quadratkilometern vom integrierten ländlichen Entwicklungsansatz der Äthiopienhilfe profitieren. Das BMZ feiert 2011 sein 50-jähriges Bestehen: "Ich freue mich sehr, dass wir in Äthiopien ein Doppeljubiläum feiern können. 30 Jahre Karlheinz-Böhm-Stiftung Menschen für Menschen treffen zusammen mit 50 Jahren Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung", sagte Bundesminister Dirk Niebel bei seinem Besuch Anfang des Jahres in Äthiopien. "Deshalb wollen wir in diesem Jahr besonders intensiv kooperieren und eine Art Leuchtturm setzen, mit der Aussage, dass in der Entwicklungszusammenarbeit viel erreicht werden kann, wenn man privates Kapital mit Steuermitteln sinnvoll zusammenbringt."
Der Region Borena fehlt es am Nötigsten: Sie hat mit Dürren, schwindenden Ressourcen, fehlenden Schulen, mangelnder Trinkwasserversorgung und
medizinischer Einrichtungen zu kämpfen. Bis Ende 2013 soll hier eine gesicherte Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung geschaffen werden. Außerdem werden für 80.000 Menschen medizinische Versorgung, vier neu gebaute und sieben renovierte Schulen bereitgestellt. "An dem Projekt in Borena hat mich überzeugt, dass hier verschiedene Bereiche wie Agroökologie, Weiterbildung für Frauen, Bildung ganz allgemein, aber auch Wasserversorgung abgedeckt werden und dass eine komplette Region mit 180.000 Menschen in die regionalen Strukturen so eingebunden wird, dass Nachhaltigkeit gewährleistet ist. Die Verantwortlichen vor Ort werden nach Abschluss des Projektes in der Lage sein, die Arbeit selbstständig fortzuführen", so Niebel.
Finden Sie einen Überblick über die gemeinsamen Projekte in unserer Bilderstrecke!

Partnerschaft seit 25 Jahren
Rund 700.000,- Euro haben die Mitarbeiter der Firma Bürkert – Fluid Control Systems gemeinsam mit der Geschäftsleitung und den Gesellschaftern seit 1985 für die Arbeit von Menschen für Menschen zur Verfügung gestellt.
Jedes Jahr sammelt der Betriebsrat des schwäbischen Traditionsunternehmens in der Belegschaft. Die Geschäftsleitung rundet den Betrag großzügig auf. "Wir Mitarbeiter der Bürkert Werke GmbH leisten mit Freude und Überzeugung unseren Anteil, um das Leben der Menschen in Äthiopien zum Positiven zu verändern. Das macht uns sehr stolz und verstärkt nebenbei auf wunderbare Weise unser Wir-Gefühl im Unternehmen", so Hans Wallner, Vorsitzender des Betriebsrats der Bürkert Werke GmbH.
Viele Begegnungen zwischen den Vertretern des Unternehmens mit Almaz und Karlheinz Böhm und Mitarbeitern von Menschen für Menschen haben zu einer sehr engen persönlichen Verbindung geführt. Die gemeinsame Aktion der Mitarbeiter und die sichtbaren Erfolge in Äthiopien haben die Ziele von Menschen für Menschen auch zu Zielen des Hauses Bürkert werden lassen.

Kaffee verbindet Kontinente – mit einem gemeinsamen, nachhaltigen Ziel
Dallmayr Kaffee fühlt sich Äthiopien, dem Ursprungsland des Kaffees, sehr verbunden und unterstützt mit "Dallmayr Ethiopia" die Aufforstungsprogramme von Menschen für Menschen: Pro verkaufter Packung werden fünf Baumsetzlinge gestiftet. Seit Projektbeginn im April 2008 wurde so weit über 10 Millionen Mal Hoffnung gepflanzt.
Äthiopien ist heute nur noch auf drei Prozent der Landesfläche bewaldet. Die Ursachen sind vielschichtig: Überweidung, Abholzung für dringend benötigtes Feuerholz, Bevölkerungswachstum und Klimawandel führen zu einer Verödung der Böden. In der Folge werden gigantische Mengen fruchtbaren Landes weggeschwemmt oder verweht. Zur Neubepflanzung und Aufforstung werden in Baumschulen von Menschen für Menschen jedes Jahr bis zu sieben Millionen neue Setzlinge gezogen und an die Bauern verteilt. Besonders reizvoll sind Obst- und Akaziensetzlinge, denn die Ernte können die Bauern später auf dem Markt verkaufen. Auch die Vergabe von holzsparenden Lehmöfen gehört zum Programm der Äthiopienhilfe.
"Die Kooperation mit Menschen für Menschen erlaubt uns, genau in dem Land zu helfen, das uns als Kaffeeröster schon seit den 50er Jahren begleitet. Wir freuen uns sehr, dass wir ein Stück des Weges gemeinsam zurücklegen können und haben noch viel vor", so Wolfgang Wille, Geschäftsführer der Alois Dallmayr Kaffee oHG.
Mit der Aktion "TV-Köche tischen auf" wurden 280.000 Euro in
den Bordrestaurants der Bahn gesammelt – mehr als genug für den Bau einer Schule
Ein Jahr lang servierte die Deutsche Bahn unter dem Motto "TV-Köche tischen auf" in ihren 250 Bord-
restaurants Gerichte gekocht nach Rezepten elf bekannter Fernsehköche. 50 Cent vom Verkaufs-
preis dieser Speisen waren dabei als Spende für einen Schulbau vorgesehen, in dem 800 Kinder im Süden Äthiopiens Zugang zu Bildung und die Chance auf eine Entwicklung erhalten.
"Wir freuen uns, dass wir bereits im Dezember 2010 nach zehn Aktionsmonaten mit den Spendengeldern den Bau einer Schule in Äthiopien finanzieren können", sagte Berthold Huber, Vorstands-vorsitzender der DB Fernverkehr AG. "Unser Dank gilt den beteiligten TV-Köchen sowie unseren Gästen in den Bordrestaurants. Sie haben den großen Erfolg der Aktion und damit den Bau der Masha Higher Primary School erst möglich gemacht."
"TV-Köche tischen auf" war eine Aktion der Initiative von Delikatessenspezialist Ralf Bos und Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann "Spitzenköche für Afrika".

Familotel bewegt Familien – in Deutschland und in Äthiopien
Die rund 50 Mitgliedshotels von Familotel sind seit Anfang 2011 Teil der Initiative "Spitzenköche für Afrika". Sie sammeln in ihren Hotels in Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn und der Schweiz Spenden für den Bau einer Schule in Äthiopien. Innerhalb eines Jahres soll die Derba Higher Primary School im Südwesten Äthiopiens finanziert werden. Pro Buchung geht 1 Euro in die Spendenkasse, außerdem sind die Gäste aufgerufen, sich an der guten Sache zu beteiligen.
Einige Hotels starten weitere kreative Spendenaktionen in ihren Restaurants. Rund 480 äthiopische Kinder werden die neue Schule besuchen und endlich unter guten Bedingungen lernen können. Aber auch die kleinen Gäste in den Familotel-Betrieben profitieren: Sie beschäftigen sich in diesem Jahr in der professionell angeleiteten Kinderbetreuung mit Basteleien, modernen Medien und im Spiel mit dem afrikanischen Kontinent.
Die Geohumus International GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main startete im Jahr 2010 ein großes Wiederaufforstungsprojekt gemeinsam mit Menschen für Menschen. Für Dr. Wulf Bentlage, Geschäftsführer von Geohumus, ist das Umweltprojekt ein ganz besonderes Anliegen: "Unser gemeinsames Ziel ist es, am Mount Kundudu in der Region Gursum eine Million Bäume zu pflanzen. Der Ort wurde ausgewählt, weil die Erosion und Verkarstung der ehemals komplett bewaldeten Gegend besonders ausgeprägt ist, die Erde also praktisch gar kein Wasser mehr halten kann." Mitarbeiter von Menschen für Menschen produzieren die Setzlinge vor Ort in eigenen Baumschulen und reichern sie mit Geohumus an, damit die Bäume optimal gedeihen können.
Geohumus ist ein Bodenhilfsstoff, der in geringer Menge in den Boden eingebracht wird und die Wasserspeicherung der Erde maßgeblich verbessert. Der Stoff speichert bis zum 40-fachen seines Eigengewichtes an Wasser und darin gelöste Nährstoffe. Bei Bedarf gibt Geohumus das Wasser und die gelösten Nährstoffe an die Pflanzenwurzeln ab und stellt mit dem Gesteinsmehl zusätzlich wertvolle Mineralien zur Verfügung.
Ein schöner alter Brauch wird zum konkreten Hilfsprojekt –
MS Europa ist Wegbegleiter in eine bessere Zukunft
Es ist Brauch auf der EUROPA, sich zu engagieren und Gutes zu tun: Seit sechs Jahren unterstützt das Flaggschiff von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten die Stiftung Menschen für Menschen. Am Ende jeder Kreuzfahrt wird traditionsgemäß die Seekarte unter den Passagieren versteigert - immer für einen guten Zweck, unter anderem für Menschen für Menschen. Vier Schulen konnte die Reederei dank dieser Erlöse und der Spenden der jährlichen Charity-Gala bereits in Äthiopien finanzieren.
2005 reiste MS EUROPA-Kapitän Hagen Damaschke in den Osten Äthiopiens, um dort die erste der gespendeten Schulen einzuweihen, die Elbahai Lower Primary School: "Die unvorstellbare Armut und der Durst der jungen Generation nach Bildung und Entwicklung haben mich zutiefst bewegt." Bei einer weiteren Reise 2007 eröffnete er die Hamuma Grundschule für 1.000 Kinder im westäthiopischen Illubabor, 2010 folgte die Hawa Yember Higher Primary School im Südwesten des Landes. Dort büffeln nun 600 Kinder in der 5.-8. Klasse auf eine bessere Zukunft dank Bildung hin.
EUROPA-Kapitän Friedrich Jan Akkermann weihte Anfang 2010 die Fugnan Bira Higher Primary School im Nordosten Äthiopiens ein: "Ich war überwältigt von der Freude der jungen Menschen. Und bedanke mich im Namen der EUROPA bei all unseren Passagieren, die den Bau dieser Schule ermöglicht haben."
Horbach kennt den Wert von Bildung - und baut mit an einer besseren Zukunft für Äthiopiens junge Generation
Die Horbach Wirtschaftsberatung GmbH hat soziales Engagement in ihren Unternehmenszielen verankert. Diese gesellschaftliche Verantwortung wird von allen Mitarbeitern getragen – etwa indem die Außendienstmitarbeiter regelmäßig einen Teil ihrer Provision spenden. Seit vielen Jahren unterstützt Horbach über die AWD-Stiftung Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe.
Bildung ist der Schwerpunkt des Engagements: In großem Umfang hat die Horbach Wirtschaftsberatung GmbH die Ausbildung junger Frauen und Männer in handwerklich-technischen Berufen im Agro Technical and Technology College von Menschen für Menschen in der ostäthiopischen Stadt Harar unterstützt. Nachdem Horbach zum Neubau einer Schule in Sida beigetragen hat, finanzierte das Unternehmen 2006 den Bau der Sheik Hussein Grundschule in Babile. Es ist die einzige Schule für acht Bauerngemeinden in der Region. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche können dort endlich Lesen, Schreiben und Rechnen lernen.
Bildung ist Entwicklung und der einzige wirksame Ausweg aus Armut und Hoffnungslosigkeit. Kein Wunder, dass die Mitarbeiter von Horbach stolz sind, mit ihrem finanziellen Engagement den Familien eine bessere Perspektive zu geben.
"Karlheinz Böhm hat mit seiner Stiftung Menschen für Menschen beispielhaft und nachhaltig demonstriert: Ja, ich kann etwas bewirken, entgegen aller Widerstände", sagt Joachim Kamphausen, der Geschäftsführer der in Bielefeld ansässigen J. Kamphausen Mediengruppe. Beeindruckt von der Perspektive, die die Stiftung seit ihrer Gründung den Menschen in Äthiopien gibt, sendet der Verlag seit mehr als 10 Jahren zur Weihnachtszeit einen Scheck.
"Unser Zinssystem führt dazu, dass eine kleine Elite immer reicher wird, während ein dramatisch wachsender Anteil der Bevölkerung unter der explodierenden Schuldenlast ins Straucheln gerät. Wir meinen: Kapital sollte da investiert werden, wo es am meisten Sinn stiftet – in Gemeinwesen und Bildung – nicht da, wo es den höchsten Profit erwirtschaftet! In diesem Sinne macht die Stiftung Menschen für Menschen uns allen Mut: Ihre Aktionen kommen wirklich bei den Menschen vor Ort an und sie wirken nachhaltig. Sie zeigen, dass Geld sehr wohl dazu beitragen kann, eine gerechtere Welt zu erschaffen!"
"So wurden unsere letzten Spenden zum Neuaufbau der Shobe Schule nahe der Kleinstadt Bedelle verwendet. 40 Prozent aller Kinder in Äthiopien besuchen keine Schule und 60 Prozent der Erwachsenen können nicht lesen und schreiben. Als Verlag wissen wir um die Kraft des Wortes und freuen uns daher ganz besonders, dass die 700 Schülerinnen und Schüler seit Sommer 2011 in zwölf hellen, sauberen und freundlichen Klassenzimmern lernen können, die komplett mit Tischen, Bänken und Tafeln ausgestattet sind - und das ist in Äthiopien ganz und gar nicht selbstverständlich."

Die schönsten Stories schreiben die Leser – mit ihrer Spende
"Die schönsten Stories schreiben Sie!" Unter diesem Motto unterstützt der bundesweit tätige Lesezirkel Leserkreis Daheim Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe durch kostenfreie Schaltungen von Umschlagwerbung.
Die Anzeigenmotive aus den Themenbereichen Bildung, Wasser und Gesundheit greifen bewusst den Aufbau eines klassischen Magazincovers auf. Sie präsentieren Erfolgsmeldungen aus Äthiopien, die mit Hilfe engagierter Spenderinnen und Spender wahr werden könnten. Leserkreis Daheim bietet Menschen für Menschen so die Möglichkeit, über die Arbeit der Organisation in Äthiopien zu berichten und ruft gleichzeitig die Leser aktiv zur Unterstützung auf.
Unterstützung geben, die die Menschen in Äthiopien mobilisiert
"Wenn Sie, liebe Zuschauer, es schaffen, binnen einer Woche 650.000 Euro auf das Spendenkonto einzuzahlen, wird die DaimlerChrysler Bank ihre 50.000-Euro-Spende verdoppeln", wettete der damalige Vorstandsvorsitzende der DaimlerChrysler Bank AG (heute: Mercedes-Benz Bank AG) im März 2003 während der ZDF-Gala anlässlich des 75. Geburtstags von Karlheinz Böhm. Dieser Spendenaufruf war der Startschuss für die Partnerschaft mit Menschen für Menschen. Die Wette verlor die Mercedes-Benz Bank glücklicherweise – zum Vorteil für die Äthiopienhilfe.
Die Mercedes-Benz Bank möchte mit ihren Spenden Hilfe zur Selbstent-
wicklung leisten. Deshalb unterstützte sie eine Zeit lang das Agro Technical and Technology College (ATTC) in Harar und finanzierte dann den Bau der Degem Higher Secondary School für über 1.200 Gymnasiasten. Seit 2009 unterstützt die Mercedes-Benz Bank ein Mikrokredit-
programm für Frauen. "Wir haben überlegt, was wir sinnvolles tun können – und was liegt für eine Bank näher, als sich dem Thema Kredit zu widmen?", so der Vorstandsvorsitzende Peter Zieringer. Das Unternehmen ermöglicht damit Frauen in Äthiopien in die geschäftliche Selbstständigkeit durchzustarten.
"Zukunft ist das schönste Geschenk", so der Leitgedanke von Karlheinz Böhm Äthiopienhilfe im 30. Jahr des Bestehens.
"Zukunft schenken – Verantwortung tragen", unter diesem Motto agiert die PRO FUTURA GmbH in Nordrhein-Westfälischen Waldbröl und unterstützt die Projekte von Menschen für Menschen mit Spenden aus dem Verkauf von Buch-, Kalender- und CD-Präsenten. PRO FUTURA verkauft seine Produkte exklusiv an Firmen, Geschäftsleute, Institutionen und Verbände, an Partner, mit erhöhtem Bedarf an exklusiven Geschenkideen.
Brunnen, Schulen und Infrastruktur – ein Dorf für Äthiopien
Die Schwäbische Zeitung mit Sitz in Leutkirch unterstützt Menschen für Menschen seit 2004 durch die Spendenaktionen "Ein Dorf für Äthiopien" und "Schulen für Äthiopien". Leserinnen und Leser haben dafür bis Ende 2010 rund 2,4 Millionen Euro gespendet. Die Einnahmen aus "Ein Dorf für Äthiopien" flossen in die Projektgebiete Kollo Siri in Illubabor und Garda-Tal im äthiopischen Hochland. Aus "Schulen für Äthiopien" wurden zuletzt drei Schulprojekte im Landkreis Jarso in Babile finanziert.
Mehrfach haben Redakteure der Zeitung vor Ort recherchiert und die Arbeiten dokumentiert. SZ-Mediendirektor Joachim Umbach weihte im Garda-Tal eine Schule ein und kehrte sehr berührt aus Äthiopien zurück: "Mir wurde klar, wie viel Hilfe die Menschen noch benötigen. Und es hat mich beeindruckt, wie die Stiftung vor Ort arbeitet." SZ-Redakteur Herbert Beck betreut die Spendenaktionen von Beginn an und war mittlerweile sechs Mal in Äthiopien.
Bei der letzten Reise im Januar 2011 waren eine Schuleinweihung in Jarso und Recherchen für das nächste gemeinsame Vorhaben der Schwerpunkt. Im Projektgebiet Borena will das Medienhaus durch seine Aktionen zur Finanzierung von zwei Schulen beitragen.

Wenn viele Menschen einen kleinen Beitrag leisten, kann daraus etwas Großes entstehen.
Bei der "Aktion Rest-Cent" spenden Arbeitnehmer das, was auf der Gehaltsabrechnung hinter dem Komma steht. Für jeden Einzelnen ist das nicht viel. Monat für Monat können so aber beachtliche Beträge von einigen Tausend Euro zusammen kommen. Mehrere Unternehmen und kommunale Verwaltungen engagieren sich bereits in dieser Form zugunsten von Menschen für Menschen – zum Beispiel die Stadt Gladbeck. Der heutige Bürgermeister der westfälischen Stadt, Ulrich Roland, hat vor 25 Jahren – damals als Personalratsvorsitzender – federführend die Umsetzung der Rest-Cent-Spende vorangetrieben.
Zu dieser Zeit hießen die Cents noch Pfennige.
Den Anstoß gab 1985 der "Tag für Afrika", der für die Gladbecker Verwaltung eben nicht nach einem Tag vorbei sein sollte. Bis heute spenden kontinuierlich ein Drittel der Angestellten, Beamten und Arbeiter (etwa 350 Kollegen) ihre Rest-Cents. Die Vordrucke zur Teilnahme gibt es im Intranet der Stadt Gladbeck, und regelmäßig erinnern Rundschreiben an die gute Möglichkeit, mit Kleingeld Großes zu bewirken.
Auch nach 26 Jahren freut sich Jürgen Gessner noch über die kleinen und großen Fortschritte in Äthiopien
1984 traf Jürgen Gessner zum ersten Mal Karlheinz Böhm. Beide hatten das gleiche Ziel: Menschen dabei zu helfen, ein Leben unter menschenwürdigen Bedingungen zu führen. Kurz nach ihrem ersten Treffen organisierten sie den Transport von dringend benötigten Medikamenten in die damaligen Hungergebiete von Äthiopien. Aus dieser ersten gemeinsamen Hilfsaktion entwickelte sich eine bis heute andauernde, enge Partnerschaft.
1989 gründete Jürgen Gessner "Stiftunglife, gemeinnützige Stiftung für Leben und Umwelt". Die Stiftung fördert unterschiedliche Hilfsprojekte, unter anderem von Menschen für Menschen. In Zusammenarbeit mit Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe und Ärzten am Neumarkt in Celle übernahm Stiftunglife 2006 die Patenschaft für das Enat Hospital in Alem Katema. Ein Jahr später konnte mit der bisher größten Einzelförderung von Stiftunglife eine Grundschule in der Projektregion Midda gebaut werden. 2009 wurde der Bau von zwanzig Brunnen in der Region Midda finanziert – damit Tausende von Menschen endlich Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten.
"Nach dem ersten Einsatz bin ich noch oft in Äthiopien gewesen um zu sehen, womit man helfen kann. Auch nach 26 Jahren freue ich mich, wenn ich vor Ort sehen kann, was für eine wunderbare Arbeit Karlheinz Böhm und seine Helfer dort leisten", so Jürgen Gessner.

Den ganzen Menschen im Blick:
Gesundheit und Bildung in Äthiopien
Als eigenständiges Finanzberatungsunternehmen steht für die Telis Finanz AG der Mensch im Fokus. Die Globalisierung nimmt der Dienstleister nicht nur als Chance, sondern auch als Verpflichtung für ein tiefgreifendes soziales Engagement wahr.
2005 entschloss sich das Unter-
nehmen, die Arbeit von Menschen für Menschen zu unterstützen und zwei Krankenstationen in der Region Jamma im äthiopischen Hochland zu finanzieren. Bis dahin existierte in der ganzen Region nur eine sehr einfache medizinische Versorgungsstation. Die Menschen aus den umliegenden Dörfern mussten bei jeder Witterung Wege von zwei bis drei Stunden auf sich nehmen und dabei zum Teil von Verwandten getragen werden. Im Mai 2008 konnten der Vorstands-
vorsitzende Klaus Bolz und Marketingleiter Rainer Leidl die neuen Krankenstationen in den Dörfern Tefetag und Yeddo einweihen. Die beiden Krankenstationen bieten nun für etwa 12.000 Menschen eine medizinische Grundversorgung an. Zum Aufgabengebiet der Krankenstationen gehören die Behandlung von Krankheiten und die Durchführung einfacher chirurgischer Eingriffe. Auf dem Programm stehen auch Kurse in Familienplanung, Geburtshilfe und Hygiene sowie spezielle Impfprogramme für Kinder und Erwachsene.
Aktuell finanziert Telis Finanz den Bau einer Grund- und Hauptschule für 960 Kinder in Jamma im zentralen Hochland Äthiopiens.
Startkapital für die Frauen in Äthiopien – als Barmittel und in Form von Vertrauen
Mit der Stiftung "Hilfe zur Selbsthilfe – Unlimiting People (up)" unterstützt die Rechtsanwaltskanzlei P+P Pöllath + Partner Kleinstkreditprogramme in verschiedenen Ländern dieser Welt. So auch gemeinsam mit Menschen für Menschen im Osten Äthiopiens. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren werden in der Region Babile mit Hilfe der up-Zuwendung in Höhe von 192.000 Euro Kleinkredite hauptsächlich an Frauen vergeben, die dafür auch in Themen wie Buchführung geschult werden und eine handwerkliche Ausbildung bekommen. Wie überall sind die Kreditnehmerinnen in Babile in Gruppen von 5 bis 10 Frauen organisiert. Sie treffen sich regelmäßig, um geschäftliche Erfahrungen auszutauschen und um sich gegenseitig bei der Rückzahlung der Kredite zu motivieren und zu kontrollieren. Die Einkommensmöglichkeiten, die sich den Frauen durch eine eigene wirtschaftliche Existenz eröffnen, helfen der ganzen Familie und sichern deren Versorgung in der chronisch regenarmen Gegend.
Amos Veith, Partner von P+P, Vorstand der Stiftung, beschreibt die Motivation für ihre Arbeit so: "Wir glauben an die Fähigkeiten und den Unternehmergeist der Menschen in Äthiopien." Dieses Vertrauen ist das wichtigste Startkapital, das man den mutigen Frauen Äthiopiens geben kann – gemeinsam mit dem Kleinkredit.
Schweres Gerät ebnet den Weg für integrierte Projekte
in Äthiopien
Der Zeppelin-Konzern engagiert sich seit 2007 für die Stiftung Menschen für Menschen. Auf Initiative von Geschäftsführer Michael Heidemann leistete Zeppelin erstmals eine Geldspende von 60.000 Euro. Im Jahr darauf wurde anlässlich der ZDF-Gala zu Karlheinz Böhms 80. Geburtstag eine 300-PS-starke Caterpillar-Raupe für den Wegebau in Äthiopien gespendet.
"Seit 100 Jahren engagieren sich die Zeppelin-Stiftung in Friedrichshafen, unsere Gesellschafterin, und die Zeppelin Gruppe in besonderem Maße für das Gemeinwohl", so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Zeppelin-Gruppe, Peter Gerstmann. "Der Ansatz der Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhm, nämlich Hilfe zur Selbstentwicklung zu leisten, ist vorgelebte Nachhaltigkeit. Und die fördern wir im Rahmen unserer Corporate Social Responsibility Aktivitäten gerne!"
Rund die Hälfte der zweiten Geldspende in Höhe von 50.000 Euro kam bei einer Aktion zusammen, die das Unternehmen im Rahmen der weltgrößten Baumaschinen-Messe bauma 2010 bereits zum zweiten Mal durchgeführt hatte. Besucher des Zeppelin Profi-Fahrerclubs konnten einen kleinen Beitrag für die Äthiopienhilfe leisten – eine Initiative, die sehr positiv aufgenommen wurde. Außerdem sammelte die Vermietgesellschaft MVS Zeppelin beim Bagger-Basketballspiel für den guten Zweck.
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Schottel, Creativ-Werbung, Peqlab, Trucking Service, Tiemann Schutz-Systeme, Canusa, Maier und Korduletsch
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