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Wassermangel
 
40% der Menschen in Äthiopien haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
Menschen für Menschen baut Brunnen und Quellfassungen für eine bessere Wasserversorgung in Äthiopien. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende.
Tausende von Frauen machen sich in Äthiopien Morgen für Morgen auf den Weg. Viele von ihnen wandern drei, vier Stunden lang durch die trockene Landschaft. Sie haben sich mit Lederriemen Tonkrüge auf den Rücken geschnallt. Selbst leer wiegen diese Behälter bis zu 15 Kilo. Das Ziel der täglichen Wanderung: die nächstgelegene Wasserstelle.
Eine dieser Frauen war Engete Mengistu. Die 43-jährige Witwe lebt im Distrikt Merhabete, einer staubigen Gegend rund 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt Addis Abeba. Engete kann sich nicht mehr genau erinnern, wann ihr Mann gestorben ist. Sie hat danach nie wieder geheiratet, sondern versucht, ihre fünf Kinder alleine durchzubringen. „Ich hatte Angst, dass sich ein anderer Mann nicht so um die Kleinen kümmert wie ihr richtiger Vater“, sagt sie. Für Engete hieß das nicht nur waschen, kochen, putzen und auf den Markt gehen. Sie verrichtete außerdem die traditionelle Männerarbeit: pflügen und säen, um dem trockenen Boden eine karge Maisernte abzuringen. Aber solange sie drei oder vier Stunden bis zur nächsten Wasserstelle wandern musste, war ihr Tagwerk nicht zu schaffen. Doch seit Menschen für Menschen für die dort lebende Bauerngemeinschaft einen Brunnen gebaut hat, braucht Engete fürs Wasserholen nur noch 15 Minuten. Und schafft es deshalb, ihre fünf Kinder alleine großzuziehen.