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"Klimawandel ist für uns keine Worthülse. Es ist Realität. Ich habe noch nie zuvor gesehen, dass die Bevölkerung Äthiopiens von zwei Gefahren gleichzeitig bedroht ist. Trockenheit und Überschwemmung. In Europa kann sich das niemand vorstellen. Eine Flut in Äthiopien?
Wir treiben die Aufforstung voran – damit der Boden bei starkem Regen den Bauern nicht wortwörtlich unter den Füßen davonrutscht." |
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Im Februar 2003 saß ein Team von Menschen für Menschen mit mehreren Hundert Männern und Frauen im neuen Projektgebiet Babile unter einem der letzten großen Bäume. Alle klagten verzweifelt ihr Leid: Dürre und Ernteausfälle hatten sie von fremder Nahrungsmittelhilfe abhängig gemacht.
"Ihr müsst mehr Bäume pflanzen", sagte Karlheinz Böhm und erklärte den Menschen, von denen fast niemand eine Schule besucht hatte, mit eindrücklichen Worten den Zusammenhang zwischen einer intakten Umwelt und größeren Regenmengen. Am Ende der Diskussion sprach ein Bauer aus, was alle bewegte: "Karl, du hast uns die Augen geöffnet! Wir haben geglaubt, die Trockenheit sei eine Strafe Gottes, auf die wir keinen Einfluss haben!"
Der Erkenntnis folgten Taten. Gemeinsam mit den Einwohnern von Babile und den anderen Projektgebieten wurden brachliegende Gemeindeflächen ausgewählt, Schulungen durchgeführt und ein Programm für die Neubepflanzung erstellt. Zudem wurden spezielle Baumschulen und notwendige Bewässerungssysteme angelegt. Die Bauern selbst pflanzten die Setzlinge und wachten über die zarten Pflänzchen. So konnten bis heute Tausende Bauern ihre Höfe begrünen, Holz für den Eigenbedarf reproduzieren und den Boden für die überlebenswichtige Landwirtschaft erhalten.
Damit sich Äthiopien aus eigener Kraft entwickeln kann: Unterstützen Sie uns, denn Mithelfen ist besser als Mitleiden.
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