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Hoffnungsvolle Kinder
 
für nur 50 Euro
Die Unterstützung eines Aids-Waisen kostet im Halbjahr nur 50 Euro.
Ausbildung macht Mut
 
Bildungsprogramm ABC-2015
Bildung schenkt Mädchen Selbstvertrauen und Unabhängigkeit. Und macht ihnen Mut, sich gegen schädliche Traditionen zu wehren.
Mit Ihrer Hilfe schicken wir Mädchen in die Schule.
Aids trifft die Kinder in Afrika besonders hart. Ihre Mütter geben das Virus häufig an sie weiter. Wenn die Eltern an der Immunschwäche-Krankheit sterben, bleiben sie als Waisen zurück. Auch die 13-jährige Kalkidan ist in dieser Situation, und trotzdem ist ihr Leben eine Geschichte voller Hoffnung.
Ohne die Unterstützung von Menschen für Menschen wäre Kalkidans Leben miserabel, vielleicht wäre sie bereits tot. Ihre Eltern sind gestorben, beide an Aids. Auch Kalkidan ist HIV-positiv. Ihre Mutter hat das Virus auf sie übertragen, weil sie nicht wusste, das sie HIV-positiv war und es damals auch noch keine Medikamente gab, die eine Mutter-Kind-Übertragung hätten verhindern können.

"Mit zehn Jahren bekam ich plötzlich Schmerzen, im Bauch, in der Brust, im Kopf", erzählt die 13-Jährige. Ihre Tante nahm sie mit zur Gesundheitsstation, wo sie einen Aids-Test machte. "Die Krankenschwester sagte zu mir: Du musst ab jetzt immer Medizin nehmen. Nimm diesen Brief mit zu Menschen für Menschen, sie werden dir helfen."
Durch Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe bekam Kalkidan zuerst eine Anti-Retro-Viral-Therapie (ARV), die das Virus in Schach halten kann, und wird nun regelmäßig mit Medikamenten versorgt.
Seit dem Tod ihrer Eltern lebt Kalkidan bei ihrer Großmutter. Wie ihre gleichaltrige Cousine Sanitaiu und das dreijährige Cousinchen Iabsra, deren Eltern ebenfalls an Aids gestorben sind. Also wohnen in der Hütte, in der es nichts gibt außer einem grob zusammengezimmerten Bett, etwas Kochgeschirr, Schulheften und Medizin, die in Plastiksäcken an Nägeln an der Lehmwand hängt, insgesamt vier Menschen. Eine Familie, die aus drei Kindern und einer alten, ausgezehrten Frau besteht; eine Familie, wie sie in ganz Afrika immer häufiger anzutreffen ist. 

Geblieben sind der Großmutter neben ihren Enkelkindern zwei Söhne und eine Tochter. Sie schicken etwas Getreide - viel zu wenig, denn sie haben selber nicht genug. Deshalb unterstützt Menschen für Menschen die Mädchen und die Großmutter mit Hirse und Milchpulver und etwas Geld für Schuluniformen, Hefte, Stifte und weitere Lebensmittel. Wenn sie krank sind, bekommen sie Gratis-Medikamente.
Jetzt muss Kalkidan los: die Schule beginnt - und die will sie auf keinen Fall verpassen. "Ich möchte Ärztin werden", erklärt sie. "Ich möchte den Menschen helfen." Dann verabschiedet Kalkidan uns in ihrer zurückhaltenden, liebenswürdigen Art, und wir wünschen ihr viel Glück.
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